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Burma (Myanmar) - Teil 2

Bagan

sunny 32 °C

Die rund zehnstündige Fahrt auf dem Irrawaddy nutzten wir, um uns auf die vielen Sehenswürdigkeiten in Bagan, dem Ziel unserer Reise auf dem Fluss, vorzubereiten.

Bagan, eine historische Königsstadt und mit über 2000 Sakralbauten eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Südostasiens, lockt heute viele Touristen aus aller Welt an. Von der eigentlichen Stadt ist nichts geblieben, nach ihrer Blütezeit vom 11. bis 13. Jahrhundert wurde sie dem Zerfall und den Plünderern überlassen. In der ganzen Ebene zwischen den heutigen Orten Old Bagan, Nyaung-U und New Bagan stehen aber immer noch aberhunderte von Tempeln und Pagoden aus Backstein - manche sind immer noch gut erhalten und prunkvoll verziert, andere stehen schief und abgebröckelt in der Landschaft, als könnten sie jederzeit wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

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Zurecht nennt man Myanmar "das goldene Land": Shwezigon-Pagode in Nyaung-U.

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Im Inneren gibt es viele buddhistische Kunstwerke zu entdecken.

Die bequemste (und effizienteste) Art, die weitläufige Anlage zu erkunden, ist per Elektro-Moped. Touristen sehen auf diesen Spielzeuggefährten zwar ein bisschen bescheuert aus, aber Eitelkeit ist hier fehl am Platz.

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Born to be wild!

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Anders als beispielsweise in Angkor Wat in Kambodscha lockt hier nicht ein spezifisches Bauwerk die Besucher an. Es ist vielmehr die schiere Menge und die Gesamtheit der vielen einzelnen Tempel. Besonders von oben (einige der Tempel haben Terassen, die man erklimmen kann) bieten sich eindrückliche Ansichten.

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Zum Abschluss eines langen Tempeltages fuhren wir mit unseren Mopeds über holprige Sandwege, die auch von Ziegenhirten und ihren Herden benutzt wurden, zum Pyathatgyi-Tempel, von dessen Terrasse aus wir zusahen, wie die Sonne langsam hinter den Hügeln unterging. Dies ist eine beliebte Art, den Tag ausklingen zu lassen, und so dauerte es auch nicht lange, bis Tour-Busse heranrollten und ihre kamerabewehrten Insassen ausspuckten.

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Um uns etwas Besonderes zu gönnen, haben wir uns das Beste für den Schluss aufgehoben: Eine Ballonfahrt bei Morgengrauen.

Ein Unternehmen unter britischer Leitung und mit ca. 100 lokalen Angestellten bietet bei geeigneter Witterung in der Trockenzeit Flüge über die Tempelanlagen an. Morgens kurz vor fünf wurden wir abgeholt und auf ein Feld gebracht (ein Fussballfeld, wie sich bei Sonnenaufgang herausstellen sollte), wo wir noch im Dunkeln bei Tee und Kaffee über den Ablauf und die Sicherheitsbestimmungen aufgeklärt wurden. Nebenher füllten die vielen burmesischen Helfer die Ballone mit Luft, die anschliessend mit Gasbrennern erhitzt wurde.
Als die Ballone sich mit den Körben aufgerichtet hatten, durften wir jeweils zu zehnt zusteigen. Mit an Bord unseres Ballons waren der spanische Pilot und sein englischer Assistent, den ich während der ganzen Fahrt mit Fragen löchern durfte (oder weiss etwa sonst jemand, wie man ein Gefährt, das keinen eigenen Antrieb hat, um seine eigene Achse dreht? *).

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Ventilatoren Blasen Luft in die Ballone, die anschliessend erhitzt wird.

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Kurz nach dem Abheben zeigte sich Bagan in seiner ganzen Pracht: Die vielen Tempel, die wir tags zuvor noch aus der Nähe erkundet hatten, zogen nun wie kleine LEGO-Bauwerke unter uns vorbei. Junge Novizen sprangen aufgeregt umher und winkten uns zu, Kinder rannten am Boden den Ballonen nach. Und um uns herum die anderen Ballone, die schwerelos und gemächlich über die Tempel hinwegschwebten. Auch Katja, die sich für gewöhnlich am Boden wohler fühlt als in der Luft, hat die kurze Reise genossen und diese schönen Fotos gemacht.

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Nach 45 Minuten Flugzeit und einer erstaunlich sanften Landung durften wir bei Croissants und einem Glas Sekt noch ein Zertifikat und einen USB-Stick mit den Fotos der Aussenkamera entgegennehmen.

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Frühstück ist angerichtet!

Um uns eine weitere, lange Busreise zu ersparen, flogen wir gleichentags noch mit dem Flugzeug zurück nach Yangon. Auch auf diesem Flug mit einer ATR 72-600 boten sich uns dank der niedrigen Flughöhe und des guten Wetters schöne Aussichten auf die Landschaft unter uns.

Zurück in Yangong wartete das nächste Abenteuer auf uns: Beantragen eines Indien-Visums. Ob das klappen würde ..?

[*Ballone verfügen seitlich über zwei gegenüberliegende Klappen, ähnlich wie Kiemen, die sich jeweils mit Seilzügen öffnen lassen. Die ausströmende Luft lässt den Ballon im Uhr- oder Gegenuhrzeigersinn drehen.]

Posted by b.visser 04:44 Archived in Myanmar Tagged temples balloon bagan nyaung-u Comments (3)

Nikko

Als wir das letzte Mal in Japan waren, stand Nikko auf unserer Liste, schlussendlich mussten wir es aber aufgeben, weil wir zu wenig Zeit hatten. Dieses Mal wollten wir uns die Berge, Wälder und Tempelanlagen aber nicht entgehen lassen. Die Anreise von Tokyo dauert etwa zwei Stunden. Im zweiten Zug waren wir zusammen mit einer Mädchen-High-school-Klasse eingepfercht in einem Regionalzug. Als wir uns Nikko annäherten, brach auf einmal ein gewaltiges Gewitter los. Im Nu war der Bahnhof überflutet und wir mussten vom Zug durch knöcheltiefes Wasser in die Wartehalle waten.

Nikko ist berühmt für seine Tempel aus der Edo-Zeit (1600-1868). Sie sind ähnlich wie in Kyoto in den Bergen in und um den Ort angesiedelt worden. Man kann sich sehr gut wie wir zwei Tage in den Anlagen vertun und hat noch immer nicht alles gesehen.

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Die Tempel sind alle in dichtem Wald gelegen

Die Tempel sind alle in dichtem Wald gelegen

Shin-kyo, die heilige Brücke über den Daiya-gawa

Shin-kyo, die heilige Brücke über den Daiya-gawa

Am zweiten Tag wollten wir eigentlich die schöne Umgebung mit Seen, Wasserfällen und Hochmooren mit einem Mietauto erkunden, wurden aber Opfer der japanischen Bürokratie. Angeblich anerkennt Japan das Abkommen von 1968 nicht, auf der Basis dessen der schweizerische internationale Führerschein ausgestellt wurde. Die Schweiz wird sogar in einer Broschüre, die man uns bei der Toyota-Vermietung unter die Nase hielt, als "enemy state" bezeichnet. Eine wohl etwas unglückliche Übersetzung. Wir haben's verkraftet.

Steinlaterne, Tosho-gu-Tempelanlage

Steinlaterne, Tosho-gu-Tempelanlage

Wächter der Tosho-gu-Tempelanlage

Wächter der Tosho-gu-Tempelanlage

Innerhalb der Tosho-gu-Tempelanlage

Innerhalb der Tosho-gu-Tempelanlage

Wir nahmen also den überteuerten Bus zum nächstgelegenen See und machten dort eine Bootsfahrt. Schade war es schon, hatten wir am Ende so wenig der Umgebung gesehen. Das Internet informierte uns, dass wir eine offizielle japanische Übersetzung des nationalen Führerscheins brauchen. Wieder was gelernt.

Futarasan-jinja-Tempel

Futarasan-jinja-Tempel

Laternenweg

Laternenweg

Abkühlung bei der Kanman-ga-Fuchi-Schlucht

Abkühlung bei der Kanman-ga-Fuchi-Schlucht

Posted by birdfish 04:10 Archived in Japan Tagged temples nikko woods Comments (0)

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