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Entries about plaza de mayo

Buenos Aires

Graffiti, Gräber, Grossstadtleben

sunny 24 °C

Nach so viel Eis und Einöde war wieder Grossstadtleben angesagt: Wir erkundeten die Hauptstadt Buenos Aires!

Unser Lager hatten wir mitten im Stadtzentrum aufgeschlagen in einem - im Nachhinein betrachtet - äusserst dürftigen Hostel. Dieses war wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie es eben nicht sein sollte: Kleine Zimmer ohne Tageslicht, leckende Heizung, kaum warmes Wasser, versiffte Gemeinschaftsküche, dubiose Kundschaft und Angestellte mit kleptomanischen Neigungen. Genug Gründe also, möglichst viel Zeit draussen zu verbringen, was bei den angenehmen Temperaturen und strahlend blauem Himmel ein Vergnügen war.

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Die imposante Avenida 9 de Julio, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt.

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Die Casa Rosada, der Präsidentenpalast, an der Plaza de Mayo. Von deren Balkonen hielt Eva Perón ihre flammenden Reden zum Volk.

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Palacio del Congreso.

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Das Innere der barocken Catedral Metropolitana.

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Abseits des Microcentro, wie das Geschäftsviertel heisst, geht es beschaulicher zu und her.

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In Buenos Aires gibt es zahlreiche Pärke, die zum Flanieren und Verweilen einladen, und sogar einen japanischen Garten. Dort liessen wir uns für einen kurzen Moment an den Anfang unserer grossen Reise zurückversetzen.

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BA wartet für Kulturinteressierte mit einer Vielzahl hochrangiger Museen auf: Wir besuchten das MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) und das MAMBA (Museo de Arte Moderno de Buenos Aires), wo wir auf interessante und teilwese skurrile Kunstwerke stiessen (im Stil von: Tisch mit Geschirr, Besteck und zwei Kartoffeln).

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Plexiglas-Installation im MAMBA, die zu übermässigem Smartphone-Gebrauch anregt.

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Diese Installationen waren Teil einer Serie, die ungefähr "Zu Besuch beim Künstler" hiess.

Ein Muss für jeden Besucher ist der Friedhof im Barrio (Stadtviertel) Recoleta. Mit seinen engen Gässchen und kunstvoll gestalteten Mausoleen erinnert er ein wenig an die Friedhöfe von Paris und Mailand (auch wenn ich mich beharrlich weigere, Buenos Aires mit Paris zu vergleichen).

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Blick ins Innere einer Grabkammer.

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Ein paar verlauste Vierbeiner bringen Leben in den Friedhof - wenn sie nicht gerade Siesta machen.

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Auf dem Friedhof kann man das Grab Eva Peróns aufsuchen, der ehemaligen charismatischen First Lady Argentiniens. Noch heute pilgern viele Bewunderer an die Ruhestätte der berühmten Wohltäterin. Wer mehr üben ihr Leben und Wirken erfahren möchte, sollte unbedingt das Museo Evita aufsuchen. In einem historischen Gebäude sind viele Bilder, Videoausschnitte und Teile der eleganten Garderobe Evitas zu sehen.

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Juan und Eva Perón.

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Wem der Ohrwurm "Don't cry for me Argentina" aus dem Musical Evita gefallen hat, kann hier nochmals reinhören: Clip

Am dritten Tag unternahmen wir eine City-Tour der besonderen Art: Eine "Street Art Tour" durch die Viertel Colegiales und Palermo. Eine einheimische Journalistin zeigte uns die schrillen und fantasievollen Kunstwerke im öffentlichen Raum und erklärte uns allerlei Interessantes über das Phänomen "Street Art", das in Buenos Aires noch eine eher junge Erscheinung ist.

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Unsere fachkundige Führerin.

Unserem liebsten Antihelden aus Springfield ist eine ganze Wand gewidmet - ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Künstler.

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Unterwegs besuchten wir ein Künstleratelier.

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Im Bild rechts setzte sich ein Künstler mit der Hooligan-"Kultur" auseinander. Ein Problem, von dem auch der argentinische Fussball betroffen ist.

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Das obige Bild besteht aus Symbolen der indigenen Kulturen.

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Here's Johnny ...

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Der Rundgang endete in der ersten Street-Art-Gallerie Argentiniens.

Link zu den Anbietern der Street Art Tour (Non-Profit-Organisation)

Die Anreise zum vereinbarten Versammlungsort entpuppte sich übrigens als knifflig. Dazu mussten wir nämlich das öffentliche Bussystem von BA entschlüsseln. Und das geht so: Man kauft sich an einem Kiosk die offizielle Bus-Bibel. Auf den verschiedenen Karten der Stadtviertel schaut man nach, wo man ist und wohin man will, und überprüft anhand eines Rasters, ob an beiden Orten die gleichen Busse fahren (es gibt schätzungsweise 300 Linien). Nur, was nützt einem die Info, dass im Umkreis von vier Häuserblocks ein bestimmter Bus fährt, wenn man nicht genau weiss wo? Bushaltestellen sind zudem meist nur dezent mit Nummern an Strassenlaternen oder Bäumen markiert. Wir haben es jedenfalls nach einer Stunde Suchen aufgegeben und ein Taxi genommen. Mein Fazit: Das Bussystem in Kunming (China) hatte ich schneller und besser im Griff ...

Um dem Grossstadtrummel zwischendurch ein wenig zu entfliehen, machten wir einen Abstecher ins neue Viertel Puerto Madero, den ehemaligen Hafen von BA. Ähnlich wie die Docklands in London oder Melbourne säumen zahlreiche Cafés und Restaurants einen Kanal und ausgediente Hafenkräne stehen dort rum, wo sie tatsächlich hingehören.

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Die Fussgängerbrücke stammt vom spanischen Architekten Santiago Calatrava, der auch den Bahnhof Stadelhofen in Zürich entworfen hat.

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Weshalb dieser Platz der ehemaligen Königin der Niederlande gewidmet ist, wurde uns nicht klar.

Nach fünf Tagen hatten wir aber auch genug vom Verkehrslärm, den vielen Leuten und den gerammelt vollen Trottoirs. Wir freuten uns auf einen kurzen Abstecher in tropische Gefilde ...

Posted by b.visser 15:00 Archived in Argentina Tagged plaza_de_mayo palermo san_telmo recoleta evita_peron colegiales Comments (3)

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