A Travellerspoint blog

Entries about aso

Kyushu

Unsere letzten Tage in Japan

overcast 25 °C
View Worldtrip 2014/2015 on b.visser's travel map.

Nach unserem Fuji-Abenteuer folgten wir der Einladung eines netten Ehepaares, das wir in der ersten Woche auf Irabu-jima kennengelernt hatten. Wir waren eben gerade ins Gespräch gekommen und schon wurden wir zu ihnen nach Hause in ihre Heimatstadt Kumamoto eingeladen. Das traf sich gut, denn wir hatten ohnehin vor, von Kyushu aus das Land Richtung Südkorea zu verlassen.

Kyushu ist nach Honshu und Hokkaido die drittgrösste der japanischen Hauptinseln; zu den berühmten Städten zählen Nagasaki und Fukuoka.

Mit dem rasendschnellen Shinkansen-Zug in Kumamoto angekommen, wurden wir von T. und K. in Empfang genommen und nach einem kurzen Zwischenhalt bei ihnen Zuhause sogleich in einen Onsen geführt. Onsen sind Thermalbäder, die man in Japan so häufig findet wie Sand am Meer. Meist - wie in unserem Fall - gehen Männlein und Weiblein getrennt baden. So schloss sich Katja T. an und ich K.
Wie immer, wird zuerst gewaschen, dann gebadet. Wir hatten unsere Onsen-Erfahrungen ja bereits vor fünf Jahren auf unserer Hochzeitsreise gemacht und so war mir bewusst, dass ich eine Stunde lang mit lauter fremden japanischen Herren pudelnackt in einem lauschigen Aussenbad vor mich hin pochieren würde - allerdings mit Aussicht aufs Meer und über die Bucht auf Nagasaki.

4EB303D22219AC681702104ABC32765E.jpg
Blick vom Bad aufs Meer (weit hinten am Horizont)

Den Abend verbrachten wir mit köstlicher Hausmannskost und viel Wein. Diesmal jedoch kein Reiswein, sondern "richtiger" Wein, wie wir ihn von Zuhause kennen. Denn es stellte sich heraus, dass unsere Gastgeber der europäischen Küche sehr angetan sind. So standen nebst Pferde-Sashimi, Bittergurkensalat und gedünsteten Okraschoten auch Auberginen-Gratin und Spaghetti mit selbstgemachtem Pesto auf dem Menu.

Am nächsten Morgen erkundeten wir Kumamoto auf eigene Faust, es wartete ein weiteres Schloss auf uns. Wie in Osaka auch handelte es sich leider nur um einen Nachbau, denn der ursprüngliche Bau fiel ebenfalls den Flammen zum Opfer. Japanische Schlösser (oder Burgen, wir sind uns nicht einig) bestanden ebenfalls wie Tempel, Schreine und Wohnbauten mehrheitlich aus Holz. Ein gut platzierter Brandpfeil und dahin war die ganze Pracht!

D2BB8E7E2219AC681730B75C2EBB87CF.jpg
Das Kumamoto-Castle-Figürchen

Das Kumamoto-Castle-Figürchen


270_D2BC46AE2219AC68178F8A496036FD4A.jpg
The last Samurai?

Der Bär "Kumamon" ist das Maskottchen von Kumamoto.

Der Bär "Kumamon" ist das Maskottchen von Kumamoto.

Am Nachmittag nahm uns unsere Gastgeberin mit auf eine Fahrt ins Hinterland von Kumamoto auf den Mt. Aso. Wiederum kein eigentlicher Berg, sondern ein Vulkan und dazu noch ein halbwegs aktiver. Der Schwefelgestank und der dick emporsteigende Rauch liessen keine Zweifel darob offen!

Der aktive Vulkan Aso-Gebirge. An diesem Tag leider ohne grünes, blubberndes Wasser, dafür anscheinend mit unüblich starker Rauch-Emission.

Der aktive Vulkan Aso-Gebirge. An diesem Tag leider ohne grünes, blubberndes Wasser, dafür anscheinend mit unüblich starker Rauch-Emission.

D2BE1C102219AC6817FBEDE5144C0857.jpg
D2BEC41C2219AC681790177A34692529.jpg
D2BFA03E2219AC6817C4E44B9E58422D.jpg
Mit unserer Gastgeberin auf Vulkantour beim Mount Aso.

Mit unserer Gastgeberin auf Vulkantour beim Mount Aso.

Dann hiess es auch schon Abschied nehmen von unseren Freunden (ein Wiedersehen in der Schweiz ist langfristig geplant). Wir entschlossen uns kurzerhand, mit unserem Railpass noch einen Abstecher in den Süden nach Kagoshima zu machen. Dort lud ein weiteres Aquarium zum Bestaunen der vielfältigen Meeresfauna ein. Zum Auftakt gab es eine kurze Delfin-Show und im Hauptbecken erwartete uns diesmal ein tatsächlicher Walhai. Korrigendum zum Osaka-Post: Walhaie sind keine Veganer, manchmal verschlucken sie auch Schalentiere, Sardinen und anderes kleines Getier. Man lernt nie aus ...

Unser letzter Abend in Fukuoka mit unseren Gastgebern in einem Izakaya (Kneipe mit günstigem Bier, Sake und viel Häppchen).

Unser letzter Abend in Fukuoka mit unseren Gastgebern in einem Izakaya (Kneipe mit günstigem Bier, Sake und viel Häppchen).

Blick über Kagoshima mit dem Hausvulkan Sakurajima.  Bei schlechter Laune nebelt er bisweilen die Stadt mit Schwefel ein.

Blick über Kagoshima mit dem Hausvulkan Sakurajima. Bei schlechter Laune nebelt er bisweilen die Stadt mit Schwefel ein.

Das Aquarium in Kagoshima beherbergt drei Delfine, die in einem "Aussengehege", das Teil des Ozeans ist, untergebracht sind.

Das Aquarium in Kagoshima beherbergt drei Delfine, die in einem "Aussengehege", das Teil des Ozeans ist, untergebracht sind.

4EB181E72219AC6817F4C654962EBF00.jpg
4EB247E52219AC68178EA6088C49CBB6.jpg
Sorry für die vielen Delfin-Föteli, aber ich LIEBE Delfine ;-) (Editor: birdfish :-D )

Sorry für die vielen Delfin-Föteli, aber ich LIEBE Delfine ;-) (Editor: birdfish :-D )

D2C17BED2219AC681768CA9A9F00CE92.jpg
D2C06E0A2219AC681740BBFBEAC98259.jpg
90_D2C535732219AC6817EB4665004CC8CC.jpg

Wailing Whalie.<br />Etwas seltsam - aber nicht so seltsam, wie die Fisch-Streichel-Abteilung, die es in jedem japanischen Aquarium zu geben scheint - ist dieser Whaleshark, der seine traurigen Runden im Pool von Kagoshima dreht. Hmmm... Ich (Katja) bin froh, dass ich meinen ersten Walhai in freier Wildbahn in Australien gesehen habe.

Wailing Whalie.
Etwas seltsam - aber nicht so seltsam, wie die Fisch-Streichel-Abteilung, die es in jedem japanischen Aquarium zu geben scheint - ist dieser Whaleshark, der seine traurigen Runden im Pool von Kagoshima dreht. Hmmm... Ich (Katja) bin froh, dass ich meinen ersten Walhai in freier Wildbahn in Australien gesehen habe.

Fukuoka sollte schliesslich unsere letzte Station in Japan sein. Fukuoka ist eine freundliche, unprätentiöse mittelgrosse Stadt, die weniger aufgrund ihrer Attraktionen als ihrer entspannten Atmosphäre gefällt. Wir nutzten die Gelegenheit, um die ersten Souvenirs nach Hause zu schicken und verbrachten unsere letzten Stunden auf dem Fukuoka-Tower, beim Baseball-Stadion der Fukuoka Hawks (für Unwissende: nebst Sumo-Ringen gilt Baseball als Nationalsport Japans) und im Stadtpark mit japanischem Garten. Das Ganze leider bei eher unwirtlichem Wetter - wir bekamen noch die Ausläufer eines Taifuns zu spüren.

D2EE46142219AC6817865AA58336F6CF.jpg
D2EEF9612219AC68177BF716172D400F.jpg

Am nächsten Morgen gingen wir an Bord der Camellia-Fähre, die uns in sechs Stunden nach Busan in Südkorea bringen sollte. Wehmütig nahmen wir auf dem Aussendeck des Schiffes von Fukuoka und Japan Abschied, das am Horizont immer kleiner wurde und schliesslich im Grau des trüben Regenwetters verschwand.

Die Camellia-Fähre fährt einmal pro Tag zwischen Fukuoka und Busan. Der teurere Hydrofoil fährt hingegen mehrmals.

Die Camellia-Fähre fährt einmal pro Tag zwischen Fukuoka und Busan. Der teurere Hydrofoil fährt hingegen mehrmals.

Letztes Selfie aus Japan :-(

Letztes Selfie aus Japan :-(

Posted by b.visser 07:35 Archived in Japan Tagged mt. fukuoka kyushu aso kagoshima kumamoto Comments (0)

(Entries 1 - 1 of 1) Page [1]