A Travellerspoint blog

French Polynesia

Französisch-Polynesien - Teil 2

Inselhüpfen in den Gesellschaftsinseln (Îles de la Société)

sunny 30 °C

Französisch-Polynesien erstreckt sich über ein riesiges Gebiet im Pazifik. Um sich ein Bild davon zu machen, empfiehlt sich folgende Karte. Als Referenz ist im Hintergrund Europa dargestellt. Tahiti ist bei Paris eingezeichnet, die Marquesas in der Ostsee.
Karte PF

Nach kurzem Aufenthalt in Pape'ete gings auch schon weiter nach Mo'orea, der Nachbarinsel Tahitis. Da unser Flug dorthin Verspätung hatte, ergab sich eine absurde Situation: Wir warteten am Flughafen eine Stunde auf einen Flug, der gerade mal zehn Minuten dauern würde. Unser Ziel konnten wir dabei von der Wartehalle aus sehen.

90_19CD84CEAD8E960BA80A91F2753B2D3A.jpg
Kaum waren die Sicherheitshinweise nach dem Start verklungen, hiess es bereits wieder: "Veuillez attacher votre ceinture de sécurité ...".

Mo'orea erkundeten wir auf eigene Faust mit einem Scooter. Die Insel lässt sich in wenigen Stunden umrunden, unterwegs kommt man an malerischen Buchten und schönen Badeplätzen vorbei.

B023EA31A2D8E91FEC280686908CBFB1.jpg

4C431048A949DCC75F4A32BEC68E3D21.jpg
Die achteckige Kirche im Hauptort Papetoai wurde von französischen Missionaren netterweise absichtlich auf einer Zeremonialanlage der Einheimischen errichtet. Wer wagte da noch, sich dem Christentum zu widersetzen?

1A0B2B700FB0F715B5D53014455708BA.jpg
19FA3FF5BFA94495AD6173AB5E6EA1B4.jpg
Baie d'Opunohu (baie = Bucht).

19F91ABE0BDFC8B4BEAB04DCF53C767B.jpg

19F691F1ACCC40BEC276B99EE7168D62.jpg

90_19E912FBAF217682AC6DDAFADFDA6720.jpg
Baie de Cook. Auch in PF hat Kapitän James Cook Fuss an Land gesetzt.

19E7A13DBAAE98EB49AF7412FBAFB5F2.jpg
19E675CD090195410F15BE426C878272.jpg
Die vielen unterschiedlichen Blautöne des Wassers haben uns immer wieder in Staunen versetzt.

90_19CFC091A226C182E13CF655F536758D.jpg

90_1A1967B6DB84D3AF739721A669906299.jpg
Nach so viel Sightseeing war eine Abkühlung angesagt!

Nächste Station war die Insel Huahine. Hier kam wieder einmal richtiges Backpacker-Feeling auf: Unser Bungalow war eine windschiefe Bretterbude mit direktem Meeranstoss. In der kleinen Küche konnten wir unseren eigenen Znacht kochen und so unser strapaziertes Budget ein wenig schonen.

1C27367BC03CA0F2360DD3CBE73F1048.jpg
1C2819C1FE83D1B7CB6C6B40AF76D0E0.jpg
Jeden Abend bot sich bei Sonnenuntergang ein farbenfrohes Spektakel. Fast schon etwas kitschig ...

Ein Highlight war eine Inseltour mit dem Boot und unserem Guide, der sich als versierter Alleinunterhalter entpuppte. Mit seiner typisch polynesisch-fröhlichen Art und virtuosem Ukulelespiel hat er die gesamte Gruppe bestens unterhalten. Zum Zmittag legten wir vor einem Motu an. Motus sind die kleineren, oftmals nur spärlich oder gar nicht bewohnten Inselchen, welche die Hauptinsel umgeben. Vor paradiesischer Kulisse zeigte unser singender Kapitän, wie man die Spezialität Polynesiens, "Poisson cru" (rohen Fisch) zubereitet. Poisson cru ist eine Art Salat mit fangfrischem rohem Fisch (z.B. Thon oder Schwertfisch), Zitronensaft, frischer Kokosmilch und Gemüse.

4E336265D7E07D90B7CB857E69D0A5BB.jpg

81CFC798C7C107BBAD9B762A268A8182.jpg
Dazu gab es - bien sûr! - frisches Baguette und eisgekühltes Hinano, das Bier mit der schönsten Etikette in der südlichen Hemisphäre!

1A1CDFC7E8FCD6440E996B6DA51DF45F.jpg
Verdauungsbad in der seichten Lagune - auch mit vollem Bauch kann man hier nicht untergehen.

90_1A1BB426EE8AE638EC48AA7FF94E973C.jpg

Am Nachmittag durften wir dann noch mit Haien auf Tuchfühlung gehen. Diese werden mit Ködern angelockt (die Praxis ist umstritten) und man kann sie in Ruhe und aus sicherer Entfernung unter Wasser mit Maske und Schnorchel beobachten. Es handelt sich dabei nur um die relativ kleinen "black tips", Schwarzspitzen-Riffhaie, die für den Menschen weitgehend ungefährlich sind.

180_4D75A682EC6C96E05194D635E962654F.jpg180_4D749092F21F1ED6727FDD8288138FFA.jpg
Deutlich zu sehen ist die namengebende schwarze Spitze der Rückenflosse.

81D4EEEDB1572FB3371F5744714D5E81.jpg
Immer wieder sonntags wird im Restaurant "Chez Tara" zur Freude von Touristen und Einheimischen ein traditionelles polynesisches Mittagsbuffet ("four polynésien") aufgetischt. Gekocht wird ähnlich wie in Neuseeland oder Fidschi in Erdöfen: Fleisch - zum Beispiel ein Spanferkel - wird mit Beilagen in einem Erdloch auf glühenden Kohlen eingebuddelt, wo die Speisen mehrere Stunden lang garen. Das Ergebnis ist Geschmackssache - mein Fall war's leider nicht.

B0259C51DC95E1EA72B0D50966258F50.jpg
Schweinefleisch (oben rechts und unten), dazu Spinat und jede Menge stärkehaltiges Gemüse wie Maniok, Taro usw.

Weiter gings nach Bora Bora, der glamourösesten Insel Polynesiens. Hier möchten alle hin, hier befinden sich die Topresorts mit ihren luxuriösen Überwasserbungalows ("pilotis"), den Galadiners und High-end-Spas. Alles, was in der Hotelbranche Rang und Namen hat, ist hier vertreten: Hilton, Intercontinental, Four Seasons, Radisson usw.

19D1534701732E8B2D4F03BA93EE5641.jpg
Hier werden Honeymoon-Träume wahr.

Wir haben uns aber in einer kleinen Familienpension in einem Bungalow eingemietet, um die Gutbetuchten nicht weiter zu stören. Von unseren Gastgebern, einer jungen französischen Familie mit zwei kleinen Kindern, konnten wir allerhand über das Leben auf einem Motu erfahren. Hier gilt nämlich Selbstversorgung: Das Wasser kommt vom Himmel, der Strom von der Sonne, das Gemüse aus dem Garten; auf TV, Telefon und Internet wird weitgehend verzichtet.

1C3EE64809AC2884CA47EBB040DBB384.jpg
Die nächsten Gäste sind bereits im Anflug.

1C3DB630ED193537AB55EB96F5D2A258.jpg
Unser schmuckes Fare (Polynesisch für Bungalow).

1A80D3C2ED9C16B787CF201D34F84AC5.jpg
90_1C3BE10493366419F7AF2E1B5E4CAD00.jpg
Wer braucht bei diesem Ausblick noch einen Fernseher?

1A30DC8EC4F50476254974D3A583F6C8.jpg
Mont Otemanu, das Wahrzeichen Boras und beliebtes Fotosujet.

81D3A03FE11DBA88AC6E6C8BD78C4561.jpg
Bora Bora lässt sich ebenfalls gut auf einem Bootsausflug erkunden. Auch dieses Mal war unser Kapitän musikalisch begabt.

1A2F92A5EDD4312F967C59A4C111F57D.jpg
Eine beliebte Attraktion sind die vielen Rochen, die man auf Schnorcheltrips bewundern kann.

1A7F7C7E95574BD3AD4AE4F724C9F98E.jpg
Der Patron unserer Unterkunft war Surflehrer und hat Katja in die Kunst des Windsurfens eingeweiht - mit Erfolg, wie man sieht!

1A7E9EFBDF6C34B3EE88A527A7A25490.jpg
In der Mittagshitze in der Lagune sind wir sprichwörtlich auf den Hund gekommen. Auch diesem armen Tier war es zu heiss ...

90_1A31E71BE2E9D0E3F770A9E94F08FD52.jpg
Ohne Photoshop!

Unser letzter Halt war Maupiti, Boras kleine Schwester. Hier war wieder beschauliches Inselleben angesagt. In den wenigen Krämerläden und Pensionen herrschte gerade Nahrungsmittelknappheit, da das Versorgungsschiff, das die Insel ohnehin nur einmal pro Monat bedient, einige Tage Verspätung hatte. Hier verbrachten wir unsere letzten Tage mit Baden, Schnorcheln und Bloggen (mein Bangladesch-Beitrag entstand übrigens unter der sengenden Sonne Maupitis).

4C46E435D0C702B3079A9DECB66C62A0.jpg
Hier erkennt man schön das Atoll: Ein ringförmiges Korallenriff, das die Lagune um die Hauptinsel umschliesst (erkennbar am hellblauen Wasser). Das Riff bildet einen Saum von schmalen Inseln, den so genannten Motus.

1A837820A38BE59A10A5FA7033A64A2A.jpg
Schweisstreibendes Vergnügen: Mit dem Kajak unterwegs in der Lagune.

4C447B3DDF1C053527F5AA004BD35798.jpg
Blick auf das einzige Dorf, Vaiea.

1C7A193BC4F2745992DF2496CBFF8C6B.jpg

Eine der vielen obskuren polynesischen Sportarten ist Steinestemmen (Schweizern ja nicht ganz unbekannt).
Das Exemplar im Bild unten - gemeint ist der Stein - wiegt 132 kg und es geht darum, den Brocken in Rekordzeit auf der Schulter zu platzieren. Ein Angestellter unserer Pension zeigte, wie's geht. Um die Sache noch spannender zu machen, werden die Steine an Wettkämpfen mit glitschigem Kokosöl eingeschmiert. Na dann: Bon courage!

1ACFDEB4EDDE8F2FD9DF4A7BAD66A9F7.jpg

90_1AA19B03907E185E664D2E06D1D73215.jpg
Ich wurde auf die Ladefläche verbannt.

1A8514B3B9E436CB1312C6D2C56D377B.jpg
Maupiti zählt gerade mal 1200 Einwohner. Weitaus zahlreicher vertreten sind die Einsiedlerkrebse, die in leeren Schneckenhäusern leben. Auf Französisch tragen sie den charmanten Namen "Bernard l'hermite": Bernhard der Einsiedler.

Am letzten Tag war dafür richtig etwas los auf der Insel: In der Dorfschule wurde aus zwölf teilnehmenden Kindern jenes ausgewählt, welches Maupiti offiziell vertreten darf. Eine kleine Miss/Mister-Maupiti-Wahl, sozusagen.
Die Kinder mussten für den Wettbewerb in traditionellen Gewändern auf Polynesisch eine Heldensage rezitieren. Dazwischen gab es immer wieder Musik und Tanz.

81CED835D8E0491417A40D45DEF69FDD.jpg
1C78BB7BB592EBC6E54F51274B6D76F4.jpg
Die drei Bestplatzierten. Das Mädchen ganz links war die Gewinnerin. Sie konnte in diesem Moment ihren Sieg noch gar nicht fassen. (In der obigen Zusammenstellung ist sie unten rechts während ihres Auftrittes zu sehen.)

90_1C767233CE21091FB199D9FD67F5DEEB.jpg
Das Schlusswort hatte der Häuptling.

Zurück in Pape'ete tauschten wir die blauen Lagunen gegen einen nicht weniger schönen Infinity-Pool und bereiteten uns auf die Weiterreise nach Südamerika vor. Doch auch auf diesem neuen Kontinent sollte uns die polynesische Kultur zunächst noch erhalten bleiben ...

4C47F0FCAB30FAA86F25375899DE3C68.jpg
Unser letztes Abendrot über Tahiti, das wir vom Rand des Swimmingpools aus genossen.

Und hier noch ein tahitianischer Gassenhauer, den unsere singenden Kapitäne im Repertoire hatten (nur Ton):
Rosalie

Posted by b.visser 16:18 Archived in French Polynesia Tagged french_polynesia moorea bora_bora huahine maupiti Comments (0)

Französisch-Polynesien - Teil 1

Pape'ete und die Marquesas

sunny 28 °C
View Worldtrip 2014/2015 on b.visser's travel map.

Nach unseren Camping-Eskapaden in Neuseeland war es höchste Zeit, uns von den Strapazen zu erholen. Und dafür gibt es zwischen Neuseeland und Südamerika kaum einen geeigneteren Ort als die weissen Strände und azurblauen Lagunen Tahitis.

Die Bezeichnung "Tahiti" wird meist stellvertretend für den gesamten Inselstaat verwendet, wobei es sich dabei lediglich um die Hauptinsel Französisch-Polynesiens handelt, das fünf Archipele umfasst: die Gesellschaftsinseln, die Tuamotus, die Marquesas, die Austral-Inseln und die Gambier-Inseln. Offiziell gehört La Polynésie Française (kurz "PF") zu Frankreich, es ist ein so genanntes Überseegebiet. Davon zeugt das Portraitfoto von Monsieur le Président, das in jedem Rathaus anzutreffen ist. PF geniesst aber weitgehend autonomen Status.
Nach unserer Ankunft auf Tahiti hatten wir in Pape'ete einige Tage Zeit, uns an das feucht-warme Klima zu gewöhnen und die Hauptstadt zu erkunden.

19C9FEEBBCCAEA2B7CB5C0DBE96C469A.jpg
Blick auf die Hauptstadt im Anflug auf den internationalen Flughafen Faa'a.

192E1585F7B521B4AA00247CF010F39E.jpg
Der Markt von Pape'ete - hier gibt's vor allem frisches Obst und Gemüse und jede Menge Souvenirs.

90_192C5E7D0A28E7A863ED7D7D329C7FA4.jpg
Cathédrale Notre-Dame de Pape'ete.

90_192F81AC0221204235239007218EFF30.jpg
Der Leuchtturm von Point Vénus, einem beliebten Ausflugsziel nahe der Hauptstadt.

Marquesas
Nach einigen Tagen "Grossstadtlebens" traten wir den weiten Flug zu den Marquesas (Îles Marquises) an. Dieser Archipel liegt ca. 1600 km nordöstlich von Tahiti und erinnert auf den ersten Blick eher an Schottland als an ein tropisches Inselparadies. Weisse Sandstrände sucht man hier vergebens; dafür gibt es raue Felsen, steile Klippen und Vulkankrater, so weit das Auge reicht.

D35DCA080758BF3555DEE7A231C1B9E2.jpg
1B1D8F18DB2AA94A22532AE5473AD3E8.jpg1B12925600F349BE7F5A26F90693E3CA.jpg1B1FC2CFAC03F7FA61AF492ABE34B3CF.jpg1B20BDC2DAD0951E53CBEB77A36E9487.jpg

1B0F7BFFB46BE14AF6B06E26F6E0BEDE.jpg
Tropische Pflanzenpracht. Die bohnenähnlichen Gebilde sind unreife Vanilleschoten.

Auch die Einwohner, die Marquesiens, gelten unter den übrigen Polynesiern als "sauvage", wild. Ihre Kriegeslust, Tapferkeit und furchteinflössenden Tänze und Rituale sind weit über ihre eigenen Inseln hinaus berüchtigt.

Auf der Insel Hiva Oa brachte uns ein einheimischer Führer mit irischen Wurzeln die marquesische Kultur und Lebensweise näher. Die Marquesas sind ein beliebtes Ziel für Archäologiefreunde. Überall findet man gut erhaltene oder restaurierte "Marae" (markesianisch "Me'ae"), d.h. religiöse Stätten, die einst den Mittelpunkt der voreuropäischen Zivilisation bildeten. Hier wurden Rituale abgehalten, (Menschen-)Opfer dargebracht, wurde wild gefeiert usw.

1B6BB596AED04BDF860F37E080D6C469.jpg
Ruine einer Marae, einer typischen Zeremonialanlage.

1B56B8C1EFF8DF2459CDA34ADD4D7DAF.jpg
Überall sind diese steinernen Gesellen anzutreffen: Tikis, Ahnen- bzw. Götterfiguren.

90_1B5971ACDB98C2243FA1549A44F72E58.jpg90_1B5549C09BF73DF415F4116BAAFA1AC1.jpg
Takai'i, der mit 2,3 m grösste Tiki in Polynsesien.

1B780E43A1302AA37519B4FF8DB64B9F.jpg
Einzigartig: Ein lachender Tiki.

Interessant ist die Tatsache, dass die Kulturen (und auch die Sprachen) der verschiedenen pazifischen Völker sehr ähnlich sind. So praktizieren auch die Marquesianer Kriegstänze, die wir bereits von den Maori Neuseelands her kannten. Unser Guide und sein Bruder, den wir unterwegs kennen lernten, haben mit bescheidenem Erfolg versucht, einen französischen Mitreisenden und mich in die Kunst des Kriegstanzes einzuweihen.

1B527F07A081DC2633AAD179B627B139.jpg

Mit unserem Guide legt man sich übrigens besser nicht an: In seiner Freizeit jagt er nachts in den Wäldern ausgewilderte Kühe, die er vor Ort eigenhändig zerlegt und mit seinem Pick-up zur Freude der gesamten Familie nach Hause bringt.

270_1B73FC980A4E16E44758925D6CAF9ABC.jpg

Künstler im Paradies
Dass der französische Maler Paul Gaugin seinen Gefallen an den Inseln und Bewohnerinnen Polynesiens gefunden hatte, ist gemeinhin bekannt. Mit seinen farbenfrohen Bildern brachte er die polynesische Lebensfreude nach Paris. In Hiva Oa, wo er seine letzten Jahre verbracht hatte, ist ihm ein kleines Museum gewidmet.

Für mich persönlich aber war der Hauptgrund, diesen entlegenen Ort mitten im Pazifik aufzusuchen, meine Liebe zur Musik von Jacques Brel, einem der grössten Chansonniers des 20. Jahrhunderts. Als ich mich vor über zehn Jahren im Rahmen meiner Diplomarbeit an der Dolmetscherschule Zürich in das Leben dieses Ausnahmekünstlers vertiefte, erfuhr ich, dass er nach seinem Abschied von der Bühne ebenfalls Hiva Oa zu seiner neuen Heimat erkoren hatte. Da war für mich klar, dass ich eines Tages diese "Pilgerstätte" aufsuchen würde ...

In einem kleinen Hangar ist Brels restauriertes Privatflugzeug ausgestellt; Fotos, Liedtexte und Zitate erzählen aus dem Leben des belgischen Sängers. Sein Grab befindet sich unweit dessen von Gaugin auf dem Dorffriedhof von Atuona.

197213A1A7AADF43F0F6A2154689AFC8.jpg
90_19848A64FECF1B5219C95992267C3EFB.jpg
Das Grab Jacques Brels.

Jacques Brel: "Amsterdam", Live-Aufnahme im legendären Konzertgebäude "Olympia" in Paris, 1966.

Nuku Hiva
Mit einer DHC Twin Otter, einer Art fliegenden Seifenkiste, flogen wir weiter nach Nuku Hiva, der grossen Schwester von Hiva Oa. Hier hatten wir ebenfalls einige Tage Zeit, die Insel zu erkunden.

90_1988F9ACBE851B5DEE23D7DE233FEBB7.jpg1987A97AA0C33BA3AF4CD45C19FD8D1A.jpg
Kurz vor dem Abflug nach Nuku Hiva. Der Flughafen Hiva Oas ist nach Brel benannt.

Diesmal führte uns ein ausgewanderter Franzose herum und zeigte uns die entlegensten Winkel der Insel.

199F4A9CC4D1AB4C0679C995ECAFA35F.jpg
Blick von der Passstrasse hinab auf den Hauptort Taiohae.

1C158AF3C96DDA1E3746C62635E2D3CE.jpg
1C03137FF78276ED89D6956CDF428409.jpg

90_1BC97236A99BCB9530888485935F2EC0.jpg
90_1C146326CF05E8D2B6C44429C494C0BB.jpg
1BC16DF0A43B0E7391EDB3272A471B0A.jpg
Auch auf Nuku Hiva findet man überall Spuren der frühen marquesischen Kultur: Zwei Tikis und eine in Stein gehauene Schildkröte (ein wichtiges Symbol in den polynesischen Kulturen).

270_1BE4A6A1C0C2E7867CEA835682903B74.jpg
1BF391D0D4310854BC60C5D9D78F4993.jpg

1B92A5F795C5C57F73C51465BE51DA4E.jpg
"Copra", das Fleisch der Kokosnuss, wird getrocknet und anschliessend nach Pape'ete verschifft, wo daraus Kokosöl gewonnen wird.

90_19A1F53DE88CA4D4F1C9BE49EC6F55DF.jpg

1B99373E00C9605DF5D79A63AA798363.jpg
Das Innere einer der zahlreichen offenen Holzkirchen Polynesiens (PF ist heute weitgehend katholisch).

90_1B96309895E42C2F564C0D134FF03368.jpg
Das Jesuskind landestypisch mit einer Brotbaumfrucht ("Uru").

Ein Treck führte uns durch feucht-heissen Dschungel bis zu einem eindrücklichen Wasserfall, dem wir uns allerdings wegen drohenden Steinschlags nicht ganz nähern durften. Unterwegs erzählte unser Führer allerlei Interessantes über die Clans und Könige, die einst über die Insel herrschten. Die lange Wanderung wurde anschliessend mit einem erfrischenden Bad in einer einsamen Bucht, die nur mit dem Boot erreichbar ist, belohnt.

19A37407FC0601E78A0B4E01BA43A6F9.jpg90_19A4BC62BD87B955B996274EFAD33C4A.jpg
19A0A4AACB8B087C62FFEAD4AA6BD5AF.jpg

1C16DC6ADF4D31031A0B0AACEA302AC4.jpg
Eine weitere Bucht, die in einer Stunde zu Fuss vom Hauptort aus zu erreichen ist.

1C0095C99D393582BEC148150068476F.jpg
Es gibt sie doch, die eine oder andere Palme in den Marquesas.

Nach einer Woche hiess es leider schon wieder Abschied nehmen von den wilden Marquesas und wir kehrten zurück nach Pape'ete, von wo aus unsere Reise zu den Gesellschaftsinseln weiterging.

Posted by b.visser 09:23 Archived in French Polynesia Tagged tahiti tiki pape'ete atuona taiohae marquesas paul_gaugin jacques_brel hiva_oa nuku_hiva Comments (0)

(Entries 1 - 2 of 2) Page [1]