A Travellerspoint blog

Argentina

Mendoza und Salta

Letzte Stationen in Argentinien

sunny 24 °C

Eine bequeme Nachtbusfahrt brachte uns von Córdoba nach Mendoza, wo wir ein bisschen zu früh dran waren, um unser Zimmer zu beziehen. So erkundeten wir zuerst den Parque General San Martin, der uns allerdings zu solch früher Stunde noch nicht zu begeistern vermochte. Der künstliche See und die bröckelnden Spazierwege erinnerten uns irgendwie an einen ähnlichen Park in Burma.

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Am Nachmittag haben wir uns zu einer City-Tour per Bus hinreissen lassen. Anders als in Paris oder London ist eine Fahrt im offenen Sightseeing-Bus in Mendoza erschwinglich, was vielleicht auch daran liegen mag, dass es nicht viel zu sehen gibt. Plaza hier, Plaza da, dazwischen ein wenig baufällige Kolonialarchitektur. Schön war allerdings die anschliessende Fahrt auf den nahe gelegenen Cerro de la Gloria (Cerro = Berg), von wo man einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Anden hat. Mendoza liegt nämlich im Westen Argentiniens am Fuss der Andenkordillere. In umittelbarer Nähe befindet sich der Cerro Aconcagua, der mit 6962 m höchste Berg Südamerikas. Eine Besteigung ist in dieser Jahreszeit zum Glück nicht ratsam ;)

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Die Plaza Indepencia, ein städtebauliches Bijou.

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Der allgegenwärtige General San Martín.

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Auf dem Gipfel des Cerro de la Gloria kann man das imposante Monument zu Ehren der Andenarmee bestaunen, die unter der Führung von General José San Martín Chile in die Unabhängigkeit geführt hatte.

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Über dem Gipfel ziehen Geier ihre Kreise.

Das eigentliche Highlight Mendozas sind natürlich die unzähligen Weingüter, die man per Bus, Velo oder zu Fuss besuchen kann. Wir entschieden uns für die bequeme Variante per Minibus mit einer Handvoll weiterer Weinliebhaber. Auf der Tour erfährt man allerlei Wissenswertes über den argentinischen Weinbau und hat Gelegenheit, die rustikalen bis edlen Tropfen zu degustieren. Auch eine Olivenölfabrik stand auf dem Programm. Wer sich übrigens schon einmal gefragt hat, weshalb es bei uns hauptsächlich chilenischen und kaum argentinischen Wein zu kaufen gibt, hier die Antwort aus erster Hand: Der Transport auf dem Landweg von Mendoza an die Küste Argentiniens für den Weitertransport nach Europa ist derart kostspielig, dass die Verkaufspreise unverhältnismässig hoch ausfallen würden und der Wein keine Abnehmer finden würde. Da haben es die Chilenen natürlich besser: Chile ist durchschnittlich nur 177 km breit und die Wege zur Küste sind kurz.

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Das erste Weingut, das wir besuchten, war eine industrielle Anlage.

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Das zweite war ein traditionelles Familienunternehmen. Hier genossen wir die bekannteste (und wahrscheinlich beste) Rebsorte Argentiniens: Malbec.

Nach zwei Tagen war das touristische Potenzial Mendozas erschöpft und wir zogen wiederum mit dem Nachtbus weiter nach Salta, unserer letzten Station in Argentinien.

Salta liegt im Nordwesten Argentiniens und ist vor allem für seine spanische Kolonialarchitektur bekannt. Um uns einen Überblick zu verschaffen, fuhren wir mit der Gondelbahn auf den Hausberg Cerro San Bernardo, von wo man die schöne Aussicht geniessen kann. Ein steiler Weg mit unzähligen Stufen führte uns wieder in die Stadt hinab, wo es zahlreiche Kirchen zu bestaunen gab. Nicht umsonst nennt man Salta im Volksmund "la linda": die Schöne.

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Die Plaza 9 de Julio (in Südamerika liebt man wichtige historische Daten) mit einer Statue San Martíns und der Catedral Basílica de Salta.

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Convento de San Bernardo.

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Iglesia Nuestra Señora de la Candelaria de la Viña.

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Tribunal de Cuentas, der Rechnungshof von Salta.

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Wer der Dritte im Bunde (nebst Fussballgott und Revolutionär) ist, wissen wir leider nicht ...

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In Salta hatten wir wieder einmal richtig Glück mit unserem Hostel: Unser rustikales Kolonialzimmer.

Auf keinen Fall verpassen darf man in Salta das Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM). Das Museum für Hochgebirgsarchäologie wartet mit drei spektakulären Exponaten auf: den Niños del Llullaillaco, den Kindermumien von Llullaillaco. Dabei handelt es sich um die erst 1999 auf dem Vulkan Llullaillaco entdeckten, perfekt erhaltenen Mumien dreier Inka-Kinder.

Bei besonderen Anlässen führten die Inkas die so genannte Capacocha-Zeremonie durch, ein Opferfest, bei dem auserwählte Kinder reicher Familien aus den vier wichtigsten Regionen des Inkareiches geopfert wurden. Man weiss heute, dass die Kinder in den letzten Tagen und Stunden ihres jungen Lebens mit Alkohol und Coca betäubt wurden, bevor man sie tötete. Nach ihrer Beisetzung auf 6739 Metern Höhe sorgten die eisigen Temperaturen und trockene Luft dafür, dass die Leichname dieser drei entdeckten Kinder die letzten 500 Jahre perfekt konserviert geblieben waren.

Heute kann man jeweils eines der Kinder im eigens dafür gebauten Museum bestaunen; die anderen beiden bleiben derweil unter Verschluss, um die Leichname nicht unnötig zu strapazieren. Ausgestellt werden sie in speziellen Glaskapseln, in denen ein besonderes Luftgemisch und eine Temperatur von minus 20 Grad herrschen.

Fotografieren durfte man die fragile Mumie natürlich nicht, aber eine kurze Google-Suche liefert die entsprechenden Bilder. Bei unserem Besuch war gerade die sechsjährige "La niña del rayo" ausgestellt, das "Blitzmädchen". Offenbar wurde sein Leichnam irgendwann von einem Blitz getroffen, davon zeugen zumindest Spuren im Gesicht und an der Schulter der Mumie.

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Der Anblick war fast schon ein bisschen unheimlich.

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Eine der vielen Grabbeigaben, welche die Kinder ins Jenseits begleiten sollten.

Hiermit verabschiedeten wir uns von Argentinien und machten uns auf den langen Weg in die Atacama-Wüste in Chile. Die Fahrt dorthin dauerte neun Stunden und führte uns durch spektakuläre Landschaften und Salzseen.

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Diese Strecke, die Ruta 27, ist der höchstgelegene Highway der Welt (der höchste Punkt liegt auf 4829 m.ü.M. - Herzrasen und Kopfschmerzen gehören beim rasanten Anstieg auf diese Höhe dazu!). Nicht immer hat man wie wir Wetterglück, denn das Klima ist garstig da oben. Davon erzählt unter anderem der folgende lesenswerte Artikel (auf Englisch) aus dem Guardian:

"Andes Crossing" von Kevin Rushby

Posted by b.visser 09:25 Archived in Argentina Tagged salta mendoza malbec museo_de_arquelogia_de_alta_mon Comments (5)

Von Jesuiten und Revolutionären

Córdoba und Umgebung

sunny 25 °C

Nach unserem Dschungelabenteuer flogen wir (ja, wir werden faul ...) ins Landesinnere in die Universitätsstadt Córdoba. Dort erwartete uns erneut ein Hostel des Grauens, sodass wir am nächsten Tag in ein schmuckes kleines Hotel umzogen. Dort gefiel uns u.a. die Tatsache, dass wir die WC-Spülung per Knopfdruck bedienen konnten und nicht mit einem Griff durch ein Loch in der Wand in den offenen Spülkasten.

Die zweitgrösste Stadt Argentiniens wartet mit einer schönen Altstadt auf, die vor allem von Sakral- und Kolonialbauten geprägt ist. Die Innenstadt lässt sich dabei bequem zu Fuss erkunden.

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Die Iglesia de Santa Teresa.

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Die Iglesia de la Compañía de Jesús, fertiggestellt in 1671, mit einem Zederndach, das die Form eines Schiffsrumpfs hat. Was nicht weiter erstaunt, denn der flämische Architekt war eigentlich Schiffsbauer.

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Die Kathedrale der Stadt und ihre Umgebung.

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Die Iglesia de San Francisco.

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Die Anlage Paseo del Buen Pastor ist der modernen Kunst gewidmet.

Auf einer geführten Tour durch die Universität der Stadt, übrigens die älteste des Landes, wurden uns ungewöhnliche Einblicke gewährt, so zum Beispiel in die Bibliothek, wo die ältesten Bücher des Landes (die meisten davon aus Spanien hergebracht) aufbewahrt werden. Die Bibliothek erhielt just eine Woche vor unserem Besuch eine neue Klassifikation der UNESCO und die Bücher sind nun sehr ansprechend ausgestellt. Fotografieren war übrigens verboten - das erfuhren wir aber erst, nachdem die Fotos schon gemacht waren.

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Ein beliebtes Ausflugsziel ist im Umland von Córdoba zu finden: Die Estancias Jesuíticas im Örtchen Jesús María. Dabei handelt es sich um Jesuitenklöster, die sich dem Land- und Weinbau verschrieben hatten. Der Jesuitenorden war bis zu seinem Verbot weitherum verbreitet, so auch in Bolivien, Paraguay und Brasilien. Die Estancias um Córdoba sind heute als Museen öffentlich zugänglich und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wenn man im monströsen Busbahnhof von Córdoba den richtigen Billetschalter und richtigen Bus gefunden hat (es gibt ca. 60 Schalter und 100 Gates auf zwei Terminals verteilt), erreicht man nach einer Stunde Fahrt Jesús María. Dort klappert man zu Fuss die verschiedenen Estancias ab. Oder, wenn man wie wir Glück hat, wird man von einem freundlichen Estancia-Gärtner gegen ein kleines Entgelt in seinem Pickup herumchauffiert. Man muss es sich einfach zwischen Rasenmähern und dreckigen Schaufeln bequem machen ...

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Die erste Estancia, die wir besuchten, war jene von Caroya.

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Die Jesuiten bauten jeweils ein Gut an, von dessen Verkauf sie lebten. Die Estancia de Jesús María, unsere zweite Station, produzierte in erster Linie Wein.

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Am Abend zurück in Córdoba gönnten wir uns ein arabisches Buffet - und wurden von dessen Reichhaltigkeit und Schmackhaftigkeit überrascht. Hummus, Auberginenpüree, Taboulé, Fladenbrot, gefüllte Weinblätter usw. wurden in üppigen Mengen aufgetischt. Leider müssen wir nämlich gestehen, dass unsere Begegnung mit argentinischen Restaurants im Allgemeinen eher enttäuschend ausfiel; bis auf ein paar Ausnahmen in Buenos Aires war das Essen dürftig bis miserabel oder dann völlig überteuert ...

Hausbesuch beim Comandante

Ein Muss für Neomarxisten und historisch Interessierte ist natürlich ein Besuch im Museo Casa del Che im Örtchen Alta Gracia, wiederum eine Stunde von Córdoba entfernt. Das Museum besteht aus dem Haus, in dem der Revolutionär Ernesto "Che" Guevara von 1932 bis 1943 mit seinen Eltern und Geschwistern gelebt hatte. Ernestito, klein Ernesto, litt unter Lungenproblemen und so beschlossen seine Eltern, von Rosario ins höher gelegene Alta Gracia umzusiedeln, das für seine gesunde Luft bekannt war.

Im Museum sind viele persönliche Gegenstände, Briefe, Fotos und sein Motorrad ausgestellt, mit dem er Südamerika bereist hatte, bevor er sich seinen revolutionären Aktivitäten widmete. Ein Raum dokumentiert sogar den Besuch seines ehemaligen Genossen Fidel Castro, der 2006 gemeinsam mit Hugo Chávez das Museum besichtigte. Wenn man da nicht den Geist der Revolution spürt ... ?

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El Comandante lädt zum Verweilen ein.

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"El Che" in jungen Jahren.

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Die Fotos zeigen Che mit seinem Doktorfreund Alberto Granado, mit dem er ausgedehnte Reisen durch Südamerika unternahm, seine Familie und einen gleichgesinnten Genossen.

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Fachsimpeln im Beisein Ernestitos (Quelle: www.cuentosdelaranero.org.ve).

Wem der Sinn nicht nach sozialistischem Gedankengut steht kann auch in Alta Gracia ein schönes ehemaliges Jesuitenkloster besuchen.

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Als ob wir nicht schon genug historische Gebäude besucht hätten, zog es uns am letzten Tag in Córdoba unter anderem ins Museo Histórico Provincial Marqués de Sobre Monte, das von 1783 bis 1796 vom gleichnamigen Statthalter bewohnt wurde. Das Haus ist ein Prunkstück an Kolonialarchitektur mit schönen Zimmern mit Holzböden und mehreren "Patios", Innenhöfen.

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Nach vier Tagen verliessen wir Córdoba bereits wieder und nahmen den Nachtbus nach Mendoza, dem berühmten Weinbaugebiet Argentiniens.

Posted by b.visser 13:39 Archived in Argentina Tagged cordoba che_guevara estancias_jesuiticas casa_del_che alta_gracia jesus_maria Comments (2)

Dreiländereck mit Knuffelbär

Die Iguazu-Wasserfälle

sunny 33 °C

Von Buenos Aires stiegen wir bequem in den Flieger, denn der Flug nach Puerto Iguazú im Norden Argentiniens war in unserem LAN-Pass enthalten. Der Anflug war sehr speziell: Man sah nur Regenwald und noch mehr Regenwald und irgendwann, ganz kurz bevor der Flieger aufsetzte, sah man dann doch noch etwas Zivilisation. Die Wasserfälle der Iguazú-Flusses befinden sich im Dreiländereck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay, wobei sich die beiden Erstgenannten die eigentliche Attraktion teilen.

Unsere Basis war in Argentinien, wir besuchten aber die Fälle am ersten Tag (bei Sonnenschein) auf der argentinischen Seite und am zweiten Tag (bei Regen) von der brasilianischen. Unter Travellern herrscht die grosse Frage, welche Seite denn schöner sei. Die brasilianische bietet einen besseren Überblick über das ganze Geschehen, aber die argentinische fanden wir abwechslungsreicher. Im Folgenden ein paar Impressionen dieser eindrücklichen Landschaft, die aus 20 grösseren und 255 kleineren Wasserfällen besteht, die sich auf einer Länge von 2.7 Kilometern erstrecken.

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Die Wasserfälle lassen sich auf Stegen mühelos erkunden.

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Bei der Garganta del Diablo (dem Teufelsschlund) fällt der Río Iguazú 80 m in die Tiefe. Dieser Wasserfall ist der imposanteste des ganzen Gebiets.

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Diese Knuffelbären, gennant Coatí, formieren sich zu Gangs und machen das Verweilen im Park unsicher.

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Ich war beeindruckt von den vielen Schmetterlingen, die sich in diesem Gebiet tummeln. Vom Bus aus konnten wir Scharen von tausenden Schmetterlingen auf einem Fleck beobachten.

Die folgenden drei Bilder wurden auf der brasilianischen Seite aufgenommen:

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Dies ist wiederum die Garganta del Diablo.

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Nach zwei Tagen Wasserfall von oben, unten, vorne und hinten nahmen wir es noch einen Tag gemütlich und besuchten den Parque Güirá Oga, der sich in der Nähe von Puerto Iguazú befindet. Diese gemeinnützige Organisation widmet sich der Pflege von verunfallten, ausgesetzten oder sonstwie bedürftigen Urwaldtieren. Sie werden in dieser Station aufgepäppelt und dann in einem Naturreservat wieder ausgesetzt.

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Das Gürteltier war schrecklich geschäftig und wollte partout nicht für ein Portrait stillhalten.

Drei Tage verweilten wir in diesem wunderschönen Flecken Erde, der tropisch und so gar nicht mehr argentinisch wirkt. Dann brachte uns ein Weiterflug zurück in wirklich argentinisches Land: nach Córdoba, der zweitgrössten Stadt des Landes.

Posted by birdfish 20:21 Archived in Argentina Tagged iguazu coati bird_park guira_oga Comments (1)

Buenos Aires

Graffiti, Gräber, Grossstadtleben

sunny 24 °C

Nach so viel Eis und Einöde war wieder Grossstadtleben angesagt: Wir erkundeten die Hauptstadt Buenos Aires!

Unser Lager hatten wir mitten im Stadtzentrum aufgeschlagen in einem - im Nachhinein betrachtet - äusserst dürftigen Hostel. Dieses war wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie es eben nicht sein sollte: Kleine Zimmer ohne Tageslicht, leckende Heizung, kaum warmes Wasser, versiffte Gemeinschaftsküche, dubiose Kundschaft und Angestellte mit kleptomanischen Neigungen. Genug Gründe also, möglichst viel Zeit draussen zu verbringen, was bei den angenehmen Temperaturen und strahlend blauem Himmel ein Vergnügen war.

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Die imposante Avenida 9 de Julio, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt.

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Die Casa Rosada, der Präsidentenpalast, an der Plaza de Mayo. Von deren Balkonen hielt Eva Perón ihre flammenden Reden zum Volk.

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Palacio del Congreso.

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Das Innere der barocken Catedral Metropolitana.

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Abseits des Microcentro, wie das Geschäftsviertel heisst, geht es beschaulicher zu und her.

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In Buenos Aires gibt es zahlreiche Pärke, die zum Flanieren und Verweilen einladen, und sogar einen japanischen Garten. Dort liessen wir uns für einen kurzen Moment an den Anfang unserer grossen Reise zurückversetzen.

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BA wartet für Kulturinteressierte mit einer Vielzahl hochrangiger Museen auf: Wir besuchten das MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) und das MAMBA (Museo de Arte Moderno de Buenos Aires), wo wir auf interessante und teilwese skurrile Kunstwerke stiessen (im Stil von: Tisch mit Geschirr, Besteck und zwei Kartoffeln).

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Plexiglas-Installation im MAMBA, die zu übermässigem Smartphone-Gebrauch anregt.

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Diese Installationen waren Teil einer Serie, die ungefähr "Zu Besuch beim Künstler" hiess.

Ein Muss für jeden Besucher ist der Friedhof im Barrio (Stadtviertel) Recoleta. Mit seinen engen Gässchen und kunstvoll gestalteten Mausoleen erinnert er ein wenig an die Friedhöfe von Paris und Mailand (auch wenn ich mich beharrlich weigere, Buenos Aires mit Paris zu vergleichen).

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Blick ins Innere einer Grabkammer.

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Ein paar verlauste Vierbeiner bringen Leben in den Friedhof - wenn sie nicht gerade Siesta machen.

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Auf dem Friedhof kann man das Grab Eva Peróns aufsuchen, der ehemaligen charismatischen First Lady Argentiniens. Noch heute pilgern viele Bewunderer an die Ruhestätte der berühmten Wohltäterin. Wer mehr üben ihr Leben und Wirken erfahren möchte, sollte unbedingt das Museo Evita aufsuchen. In einem historischen Gebäude sind viele Bilder, Videoausschnitte und Teile der eleganten Garderobe Evitas zu sehen.

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Juan und Eva Perón.

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Wem der Ohrwurm "Don't cry for me Argentina" aus dem Musical Evita gefallen hat, kann hier nochmals reinhören: Clip

Am dritten Tag unternahmen wir eine City-Tour der besonderen Art: Eine "Street Art Tour" durch die Viertel Colegiales und Palermo. Eine einheimische Journalistin zeigte uns die schrillen und fantasievollen Kunstwerke im öffentlichen Raum und erklärte uns allerlei Interessantes über das Phänomen "Street Art", das in Buenos Aires noch eine eher junge Erscheinung ist.

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Unsere fachkundige Führerin.

Unserem liebsten Antihelden aus Springfield ist eine ganze Wand gewidmet - ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Künstler.

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Unterwegs besuchten wir ein Künstleratelier.

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Im Bild rechts setzte sich ein Künstler mit der Hooligan-"Kultur" auseinander. Ein Problem, von dem auch der argentinische Fussball betroffen ist.

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Das obige Bild besteht aus Symbolen der indigenen Kulturen.

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Here's Johnny ...

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Der Rundgang endete in der ersten Street-Art-Gallerie Argentiniens.

Link zu den Anbietern der Street Art Tour (Non-Profit-Organisation)

Die Anreise zum vereinbarten Versammlungsort entpuppte sich übrigens als knifflig. Dazu mussten wir nämlich das öffentliche Bussystem von BA entschlüsseln. Und das geht so: Man kauft sich an einem Kiosk die offizielle Bus-Bibel. Auf den verschiedenen Karten der Stadtviertel schaut man nach, wo man ist und wohin man will, und überprüft anhand eines Rasters, ob an beiden Orten die gleichen Busse fahren (es gibt schätzungsweise 300 Linien). Nur, was nützt einem die Info, dass im Umkreis von vier Häuserblocks ein bestimmter Bus fährt, wenn man nicht genau weiss wo? Bushaltestellen sind zudem meist nur dezent mit Nummern an Strassenlaternen oder Bäumen markiert. Wir haben es jedenfalls nach einer Stunde Suchen aufgegeben und ein Taxi genommen. Mein Fazit: Das Bussystem in Kunming (China) hatte ich schneller und besser im Griff ...

Um dem Grossstadtrummel zwischendurch ein wenig zu entfliehen, machten wir einen Abstecher ins neue Viertel Puerto Madero, den ehemaligen Hafen von BA. Ähnlich wie die Docklands in London oder Melbourne säumen zahlreiche Cafés und Restaurants einen Kanal und ausgediente Hafenkräne stehen dort rum, wo sie tatsächlich hingehören.

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Die Fussgängerbrücke stammt vom spanischen Architekten Santiago Calatrava, der auch den Bahnhof Stadelhofen in Zürich entworfen hat.

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Weshalb dieser Platz der ehemaligen Königin der Niederlande gewidmet ist, wurde uns nicht klar.

Nach fünf Tagen hatten wir aber auch genug vom Verkehrslärm, den vielen Leuten und den gerammelt vollen Trottoirs. Wir freuten uns auf einen kurzen Abstecher in tropische Gefilde ...

Posted by b.visser 15:00 Archived in Argentina Tagged plaza_de_mayo palermo san_telmo recoleta evita_peron colegiales Comments (3)

Von Geiern und Gletschern

Das südliche Patagonien (Argentinien)

sunny 10 °C

Die folgende Karte vergegenwärtigt noch einmal den Weg von Punta Arenas bis nach Puerto Williams, den wir mit dem Schiff zurückgelegt hatten (blaue Strecke). Chilenisches Territorium ist gelb (Festland) und rosa (Inseln) eingefärbt, argentinisches grün.

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Von da ging es dann, wie gesagt, auf einer teuren Bootsfahrt über den Beagle-Kanal. Sie war ihr Geld wohl kaum Wert, aber immerhin eine spannende Art, in ein neues Land zu gelangen.

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Mit diesem kleinen Boot sind wir quer über den Beagle-Kanal gereist.

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Ushuaia ist von imposanten Bergen umgeben.

Es war schon immer einer meiner Träume gewesen, einmal den südlichsten Ort der Welt zu besuchen. Da Ushuaia aber einfach nur besseres Marketing betreibt und der südlichste Ort Puerto Williams bzw. Puerto Toro ist, war ich nicht mehr so beeindruckt von der Stadt. Der Ort ist nett, aber auch nicht mehr. Wir begegneten so vielen Touristen wie schon lange nicht mehr - die meisten von einer Antarktis-Reise herkommend. Die Stadt selber hat man schnell erkundet. Wir liefen zu Fuss zum Gletscher Martial hoch, der über der Stadt thront und von wo aus man einen wunderbaren Blick auf den Beagle-Kanal hat. Beim Aufstieg schlug das Wetter aber auf einmal um: Es begann heftig zu wehen und sogar zu schneien. Deshalb mussten wir etwa 15 Minuten, bevor wir die Gletscherzunge erreicht hätten, wieder umkehren. Dennoch: Ich hatte genügend Zeit, viele Fotos zu schiessen! ;-)

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Ein Blick zurück auf den Beagle-Kanal.

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Die nächste Station war El Calafate. Die Fahrt dorthin hatte es in sich: Erst mussten wir von Ushuaia nach Rio Gallegos gelangen. Normalerweise dauert die Fahrt etwa zwölf Stunden. Da es aber auf der Strasse einen Lastwagenunfall mit zwei Toten gab, standen wir über zwei Stunden fest. Wer sich die Karte oben noch einmal anschaut, sieht, dass die Fahrt nordwärts durch chilenisches Territorium geht. Der Stau des Unfalls verlagerte sich dann an die chilenische Grenze - und die Chilenen nehmen es ja sehr genau mit der Einreise. Es dürfen ja keine Früchte oder tierischen Produkte eingeführt werden und sämtliches Gepäck wird gescannt. So verbrachten wir noch einmal etwa anderthalb Stunden am Zoll. Schliesslich kamen wir bei Dunkelheit in Rio Gallegos an; einer der schlimmeren Orte, wo wir je waren. Die Argentinier selber können auch gar nicht verstehen, dass sich so ein Moloch im schönen Patagonien befinden kann. Immerhin ging unser nächster Bus morgens um sieben, sodass wir diese unwirtliche Gegend bald wieder verlassen konnten. Nach rund 29 Stunden seit unserer Abreise in Ushuaia kamen wir endlich in El Calafate an.

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Die Landschaft Patagoniens ist oft öde, wenn man aber die Berge sieht, fühlt man sich schon fast ein bisschen wie zu Hause.

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El Calafate liegt am Lago Argentino.

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Diese Lagune mit Flamingos war unser erstes Ausflugsziel und ist von El Calafate bequem zu Fuss erreichbar.

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Der Ort verdankt seine Existenz grösstenteils der Ansammlung von Tour Operators und Hostels. Die Argentinier machen hier ebenfalls gerne Urlaub. Und warum? In der Nähe locken die Berge zum Trecken, das Highlight ist jedoch der Gletscher Perito Moreno, der sich vor der Haustür befindet. Dieser Gletscher, der sich im gleichnamigen Nationalpark befindet, der wiederum zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, wächst täglich. Wenn man genug lange wartet, kracht ein Stück davon in den Lago Argentino. Dem Gletscher beim "Kalben" zusehen zu können ist natürlich ein besonderes Erlebnis!

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Seit einiger Zeit kann man auf dem Gletscher Mini-Treckings oder einen grösseren Ausflug machen. Als ich davon hörte, war für mich klar: "Big Ice"! Diese Tour dauert einen ganzen Tag, rund vier Stunden davon spaziert man mit Steigeisen auf dem Gletscher rum. Für mich war dieser Tag einer der absoluten Höhepunkte auf unserer bisherigen Reise; wohl auch deswegen, weil ich so etwas noch nie erlebt habe. Die Farben, die man in den Gletscherspalten sieht, sind einfach magisch. Im Folgenden ein paar Eindrücke, die dieser Erfahrung nur gering gerecht werden können:

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Die Guides von BigIce waren alle super!

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Ganz am Schluss auf der Rückfahrt gab's Whiskey on the Rocks - natürlich mit Gletschereis!

El Chaltén, unsere nächste Station, liegt inmitten der Bergen. Leider hatten wir nicht sehr viel Zeit, weil unser Flug von El Calafate nach Buenos Aires schon gebucht war, aber den Mount Fitz Roy zu sehen, wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Wir hatten das Glück, ihn an einem sonnenklaren Tag zu sehen, was anscheinend eher selten der Fall ist. Umso mehr genossen wir die super Aussicht von einem Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes aus.

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Wer links sitzt im Bus von El Calafate nach El Chaltén, kann ein wunderbares Panorama bestaunen. Die "Ruta 40" quer durch Patagonien ist die schönste und berühmteste Strecke Argentiniens.

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Kondore fliegen über El Chaltén und es macht Freude, diesen Königen der Lüfte zuzuschauen. Der Andenkondor (Vultur gryphus) zählt zu den so genannten Neuweltgeiern.

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Rechts im Bild der Mount Fitz Roy, die Zacken links gehören zum Cerro Torre. Beide Berge gehören zum Campo de Hielo Sur ("südliches Eisfeld"), dem grössten Gletschergebiet der südlichen Hemisphäre nach der Antarktis.

Am zweiten Tag liefen wir rund 25 km zur Laguna de los Tres, die sich unterhalb des Gipfels befindet. Wir fuhren mit einem Sammeltaxi zum Parkplatz "Los Pilares" und liefen von dort dem Río Blanco entlang mit Sicht auf den Gletscher Piedras Blancas (drittes Bild).

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Die letzte Stunde zur Lagune hoch ist unglaublich steil. Da es ein paar Tage zuvor geschneit hatte, waren Teile des Weges verschneit und/oder vereist.

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Aber die Mühen lohnten sich alleweil bei diesem Anblick!

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Auch der Rückweg nach El Chaltén bot viele schöne Aussichten:

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Nach rund zwei Wochen im südlichen Patagonien hiess es nun endlich wieder: "Zurück in den Sommer"! Wir waren gespannt auf die Hauptstadt Argentiniens ...

Posted by birdfish 20:03 Archived in Argentina Tagged perito_moreno el_calafate ushuaia el_chalten fitz_roy beagle_kanal laguna_de_los_tres Comments (1)

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