A Travellerspoint blog

December 2015

Rastlos in Rio

Krönender Abschluss einer unvergesslichen Reise

sunny 25 °C

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Bereits als wir im Juli 2014 in Zürich ins Flugzeug stiegen, war uns bewusst, dass unsere Reise eines Tages zu Ende gehen würde. In Südamerika begannen wir in Gedanken zuerst die Monate und dann die Wochen abzuzählen. Nun war es also so weit: Rio de Janeiro würde unsere allerletzte Station sein, mit der wir unser grosses Abenteuer abschliessen sollten. Die Stimmung war entsprechend etwas gedrückt, aber wir beschlossen, das Beste daraus zu machen und noch ein paar letzte Tage Power-Sightseeing einzulegen.

Unser erstes Ziel war Niterói, das auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht von Rio liegt. Dort wollten wir, so der Plan, das von Oscar Niemeyer entworfene Museum für zeitgenössische Kunst "MAC" besuchen, das mit seinem futuristischen Aussehen an ein Ufo erinnert, das auf einer Klippe gelandet ist. Auch beim Museu de Arte Contemporânea finden sich die für Niemeyer typischen Kurven, Rundungen und Rampen wieder. Leider standen wir vor geschlossenen Türen, da das Museum gerade renoviert wurde. Für ein paar schöne Aussenansichten hat es dann doch gereicht und die kurze Überfahrt mit der Fähre bot ein schönes Panorama von Rio.

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Gleich neben dem Hafen von Niterói befindet sich der Caminho Niemeyer, ein Ensemble von Niemeyer-Bauten mit unter anderem einem Theater und einem Design-Museum. Einige weitere Bauwerke müssen erst noch realisiert werden. Nicht allen Besuchern stand der Sinn nach Kunst und Architektur - die Anlage schien vor allem bei Inline-Skatern beliebt zu sein.

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Am zweiten Tag besuchten wir eines der "neuen sieben Weltwunder" (nach der Grossen Mauer in China übrigens das zweite auf dieser Reise): den Cristo Redentor, das unübersehbare Wahrzeichen Rios. Bereits beim Anflug auf den Flughafen sahen wir die riesige Christusstatue, hell beleuchtet vor dem dunklen Nachthimmel.

Eine steile Zahnradbahn aus Schweizer Produktion schlängelt sich über 3 km hinweg den Corcovado (zu Deutsch "der Bucklige") hinauf und überwindet dabei 680 Höhenmeter. Sie bringt die vielen Besucher in rund 20 Minuten zur Bergstation, von wo einige Treppen und Rolltreppen zum Sockel des imposanten Erlösers führen. Die Aussichtsterrasse ist ein beliebter Pilgerort und die Besucher lassen nichts unversucht, um das perfekte Selfie mit dem Messias zu schiessen.

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Hier war Ellbogeneinsatz gefragt.

Vom Corcovado aus erblickt man das zweite berühmte Wahrzeichen Rios: den Zuckerhut. Aber diesen sparten wir uns für den kommenden Tag auf.

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Grandiose Aussicht über die Guanabara-Bucht.

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Wer sein Ticket behält, erhält Rabatt auf die Jungfraubahn! Meins war am Ende des Tages natürlich unauffindbar ...


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Von der Dachterrasse unseres Hotels sah man auf eine der berüchtigten Favelas, wie die Armenviertel in Brasilien heissen. Arm und Reich liegen auch in Rio nah beieinander. Mittlerweile ist es möglich, einige der "sicheren" Favelas auf einer Tour zu besichtigen, wir haben jedoch darauf verzichtet.

Ein weiteres Muss auf jedem Rio-Besuch ist ein Ausflug auf den berühmten Zuckerhut. Eine Seilbahn brachte uns am Tag drei in zwei Etappen auf den nicht ganz 400 Meter hohen Felsen. Unweigerlich kam uns dabei die Szene aus dem James-Bond-Streifen "Moonraker" in den Sinn, in dem sich der Agent auf dem Dach der Gondel einen Zweikampf mit Beisser liefert.

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Oben angekommen wurden wir trotz dunstiger Wetterverhältnisse wieder mit einer grossartigen Aussicht belohnt.

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Blick auf das Stadtviertel Copacabana mit dem berühmtesten Strand Rios. Auf dem Zuckerhut ging es zum Glück ruhiger zu und her als beim Cristo.

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Ganz in der Nähe vor der Küste befindet sich der Flughafen Santos-Dumont. Die startenden und landenden Flugzeuge scheinen zum Greifen nah!

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Mit etwas Glück erspäht man die knapp 20 cm grossen Weissbüscheläffchen, die in den Bäumen auf dem Zuckerhut herumturnen.


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Ein Katzensprung von unserem Hotel entfernt: der Strand von Copacabana.

Rio bietet nebst seinen berühmten Stränden und heruntergekommenen Bürotürmen auch noch eine Altstadt, wo man verschiedene Kirchen, Regierungspaläste und eine alte Bibliothek bestaunen kann.

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Von der Pariser Opéra Garnier inspiriert: das Teatro Municipal.

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Das Real Gabinete Português de Leitura beheimatet die grösste Sammlung portugiesischer Bücher ausserhalb Portugals.

Wem der Lärm und der Verkehr in der Innenstadt zu viel werden, kann im Jardim Botânico Zuflucht suchen. Der botanische Garten ist eine grüne Oase, in der man auf über hundert Hektaren inmitten von allerlei tropischem Gewächs, Seerosenteichen und palmengesäumten Alleen flanieren und durchatmen kann.

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Zurück im Stadtzentrum besuchten wir die nicht ganz unumstrittene Catedral Metropolitana de São Sebastião (1976), die in ihrer Form an eine Maya-Pyramide erinnert. In ihrem Innern beeindruckten uns die riesigen Glasfenster. Sie soll bis zu 20000 Gläubige fassen können.

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Blick nach Ipanema.

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Die Copacabana sieht abends schön aus, aber nach Einbruch der Dunkelheit sollte man als Tourist nicht mehr an den Strand gehen.


Und so ging der allerletzte Tag zu Ende. Mit diesen Eindrücken im Gepäck machten wir uns am 6. August 2015, dem 389. Tag unserer Reise, auf den Weg zurück in die Heimat. Wehmütig, erschöpft, erfüllt und dankbar dafür, das Privileg gehabt zu haben, eine solch unglaubliche Reise unternehmen zu können.

Mit diesem letzten Reisebericht verabschieden wir uns (vorläufig) von unserer Leserschaft. Wir bedanken uns für Euer Interesse, das viele Lob und positive Feedback, das wir erhalten haben, und hoffen, dass wir Euch in ein paar Jahren neuen Lesestoff liefern können - denn nach der Reise ist vor der Reise ...

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Obrigado e adeus!

Posted by b.visser 06:29 Archived in Brazil Tagged rio_de_janeiro corcovado copacabana pão_de_açúcar oscar_niemeyer são_sebastião moonraker Comments (1)

Zurück in die Zukunft: Brasilia

Eine Stadt wie aus einem Science-Fiction-Film

sunny 28 °C

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Nach zwei Wochen Badeplausch stand nun die letzte Hauptstadt unserer Weltreise auf dem Programm: Brasilia. Diese Planstadt, die 1960 Rio de Janeiro als Hauptstadt ablöste, war einer der ungewöhnlichsten Höhepunkte unserer Brasilienreise. Brasilia wurde vollständig auf dem Reissbrett entworfen und innerhalb von 4 Jahren förmlich aus dem Boden des bis dahin unbesiedelten zentralen Hochplateaus gestampft. Stararchitekt Oscar Niemeyer (1907-2012) wurde mit den Entwürfen für die öffentlichen Gebäude betreut. Von ihm stammen die retro-futuristischen Bauten wie die Kathedrale, der Nationalkongress, das Nationalmuseum und viele weitere. Sie sorgen dafür, dass man sich bisweilen wie auf dem Set eines Science-Fiction-Films vorkommt.

Die Stadt ist pragmatisch aufgebaut: Es gibt Hotelsektoren, Einkaufssektoren, einen Spitalsektor, einen Regierungssektor, verschiedene Unterhaltungssektoren usw. Um sich zurechtzufinden, muss man lediglich das Adressensystem entschlüsseln, denn auf herkömmliche Strassennamen wurde bis auf einzelne Ausnahmen verzichtet. Für die Sektoren gibt es Abkürzungen, weiter wird in Quadras und Blöcken unterteilt. Für einen Taxifahrer ist dann klar: "SCLS 403, Bloco A, Loja 20" ist die Adresse eines Restaurants in der Quadra 403 des lokalen Geschäftssektors Süd, Block A, Geschäft Nr. 20.

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Brasilia by night, von unserem Hotel aus gesehen. Links erkennt man die beleuchtete Kathedrale und das iglu-förmige Nationalmuseum, rechts das eigens für die WM 2014 erbaute Nationalstadion.

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An unserem zweitletzten Halt in Brasilien gönnten wir uns noch ein wenig Luxus: Apéro in der chicen Bar des Hotel Mercure.


Auf Erkundungstour
Kaum angekommen, trieb uns die Neugier auch schon wieder auf die Strasse hinaus. Taxis sind dabei in Brasilia unentbehrlich: In den 60er-Jahren ging man davon aus, dass die Zukunft den Autofahrern gehören würde. Die Distanzen sind gross, die Strassen breit und Fussgängerstreifen nahezu unauffindbar. Der ganze Verkehr ist so geregelt, dass er fliesst: Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel passierten wir gerade mal zwei Ampeln. Auf- und Ausfahrten wie auf der Autobahn sorgen dafür, dass sich die Strassen kaum kreuzen. Fussgänger haben dabei das Nachsehen, denn das öffentliche Bussystem ist für Aussenstehende schwer zu durchschauen. Zum Glück gibt es einen Sightseeing-Bus, der Touristen in zwei Stunden zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringt.

Einen ersten Überblick verschafft man sich am besten von der Aussichtsplattform des Fernsehturms aus, der sich zwischen zwei Hotelsektoren befindet. Hier bietet sich ein schöner Blick auf die 5 km lange Eixo Monumental, die Hauptachse der Stadt.

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Eines der auffälligsten Gebäude Brasilias ist wohl Niemeyers Kathedrale. In Wirklichkeit zwar nur halb so gross wie erwartet, aber von einer schlichten, modernen Eleganz. Das Schiff der Kathedrale liegt unterirdisch, eine Rampe führt an Statuen der vier Evangelisten vorbei ins Innere.

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Die Kathedrale mit dem modernistischen "Glockenturm".

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Im Inneren. Die hübsche Braut wartete nicht etwa auf ihren Bräutigam - sie posierte für einen Brautmodefotografen.

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Vor der Kathedrale kann man sich mit Souvenirs und Devotionalien eindecken - vom Plastikjesus bis zum Rosenkranz.

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Lukas scheint sich mit seinen gefiederten Untermietern arrangiert zu haben.

In der Nähe der Kathedrale befindet sich das Museu Nacional, das der modernen Kunst gewidmet ist und in sich selbst bereits ein Kunstwerk darstellt:

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Mit rechten Winkeln tat Niemeyer sich offenbar schwer, denn so meinte er einst: "Die Architektur besteht aus Traum, Phantasie, Kurven und leeren Räumen". Und von letzteren findet man in Brasilia viele - noch nie hatten wir in einer Stadt den Eindruck, so viel Platz um uns herum zu haben (Christchurch einmal ausgenommen, aber das ist eine andere Geschichte ...).

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Folgt man der Eixo Monumental weg von der Kathedrale, gelangt man zur Praça dos Três Poderes, dem Platz der drei Gewalten im Regierungssektor. Er ist mit zahlreichen Skulpturen gespickt und wird vom Palácio do Planalto, dem Arbeitsplatz des Regierungschefs, und dem obersten Gerichtshof flankiert.

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Hier versuche ich gerade, die Skulptur "Os Guerreiros" (die Krieger) einzufangen, die den tausenden Bauarbeitern aus dem ärmlichen Norden des Landes gewidmet ist, die massgeblich zur Entstehung Brasilias beigetragen haben.

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Angeblich die grösste dauerhaft gehisste Flagge der Welt.

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Schatten sucht man unter der sengenden Mittagssonne auf dem riesigen Platz vergeblich.

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Der oberste Gerichtshof; davor thront Justitia mit verbundenen Augen.

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Oben: Wachablösung vor dem Palácio do Planalto; darunter der Palácio da Justiça.

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Im Untergrund des Platzes befindet sich ein Ausstellungsraum, in der man ein Modell der Stadt bestaunen kann. Von oben betrachtet hat Brasilia die Form eines Flugzeugs. Die Eixo Monumental bildet den Rumpf, das Regierungsviertel um den Kongress das Cockpit und die Wohnbezirke die Flügel.

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Ewige Flamme mit Sicht auf den Kongress.

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Vor solcher Kulisse mussten wir ja früher oder später Darth Vader begegnen.

Am Ende der Eixo Monumental steht das markante Symbol für Brasiliens Demokratie: der Nationalkongress. Der Senat ist in der Kuppel untergebracht, das Abgeordnetenhaus rechts in der "Schüssel". In den Türmen befinden sich die Büros der Abgeordneten. Auf einer geführten Tour hätte man das Gebäude von innen erkunden können. Da wir uns aber nicht ausweisen konnten, blieb uns der Zutritt leider verwehrt.

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Esplanada dos Ministérios. Die Gebäude links und rechts beherbergen die verschiedenen Ministerien.

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1960: Als Brasilia noch eine Baustelle war. (Quelle: magnumphotos.com)

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Das pulsierende Herz Brasilias: Der Busbahnhof Rodoviária liegt dort eingebettet, wo sich die grossen Nord-/Süd- und Ost-/Westachsen kreuzen.

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Hier winkt uns Juscelino Kubitschek zu, der damalige Staatspräsident, in dessen Amtszeit Brasilia gegründet und erbaut wurde.

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Niemeyers Capilla Virgen de Fátima. Die winzige Kirche liegt etwas versteckt in einem Wohnquartier. In diesen Wohnvierteln, den so genannten "Superquadras", spielt sich auch das alltägliche Leben Brasilias ab: Hier trifft man sich in Cafés, Glacéläden, Bäckereien usw. Hier findet man auch die zahlreichen Restaurants der Stadt. Wie in São Paulo sind auch in Brasilia alle Küchen der Welt vertreten. Wir entschieden uns einmal mehr für einen Ausflug in die japanische.

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Unweit der Einkaufszentren des "Sector Comercial" erreicht man den Santuário Dom Bosco. Moderne Kirchen mögen nicht jedermanns Sache sein, aber der filigrane Sakralbau aus Beton mit seinen 16 meter hohen Buntglasfenstern, welche die Kirchengänger in ein geheimnisvolles Licht eintauchen lassen, und dem riesigen Kronleuchter ist doch recht imposant.

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Brasilia steht wahrscheinlich nicht bei jedem Brasilienreisenden auf der Liste, aber der Ausflug ins Landesinnere lohnt sich - vorausgesetzt, man ist entsprechend ausgerüstet mit gutem Schuhwerk und genügend Kleingeld für Bus und Taxi. Ich war jedenfalls von diesem städtebaulichen Gesamtkunstwerk sehr beeindruckt und konnte mich kaum daran sattsehen. Brasilia lässt sich nur schlecht mit natürlich gewachsenen Städten vergleichen - sie wirkt manchmal steril, leer und als Fussgänger droht man in der Weite der Eixo Monumental verlorenzugehen. Aber wenn man einen Augenschein abseits der grossen Sehenswürdigkeiten nimmt, so stellt man wenig überraschend fest, dass in den Einkaufszentren, Wohnquartieren und Restaurants dasselbe bunte Treiben herrscht wie anderswo auch.

Nach drei schweisstreibenden, kilometerreichen Tagen setzten wir uns nun ein letztes Mal ins Flugzeug und nahmen Kurs auf Rio de Janeiro, wo wir mit offenen Armen empfangen werden sollten.

Posted by b.visser 06:33 Archived in Brazil Tagged brasilia oscar_niemeyer palácio_do_congresso catedral_metropolitana museu_nacional Comments (1)

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