A Travellerspoint blog

Burma (Myanmar)

Im goldenen Land - Teil 1

sunny 30 °C

Nachdem wir genug frische Bergluft in Yunnan geschnuppert hatten, haben wir uns auf die Weiterreise nach Burma gemacht. Eigentlich wollten wir die Grenze überland passieren, dies ist jedoch nur mit einer Sondergenehmigung möglich, die wir nicht mehr rechtzeitig hätten einholen können. So haben wir kurzerhand einen Flug von Kunming nach Rangun gebucht und nahmen von unserer letzten Station in China, Shaxi, den langen Weg nach Burma in Angriff. Als Belohnung erwarteten uns in Rangun (Yangon), der ehemaligen Hauptstadt Burmas, 33 Grad und eine Luftfeuchtigkeit, die einem den Schweiss aus den Poren trieb.

Yangon
Nach unserer Ankunft im neuen Flughafenterminal fiel uns auf der Taxifahrt in die Innenstadt gleich auf, wie sehr sich das Leben in dieser Stadt in den letzten acht Jahren, seit wir das erste Mal hier waren, verändert hat: Fast jeder hat ein Handy, überall buhlen internationale Marken und Unternehmen um Kundschaft, es gibt seit knapp zwei Jahren sogar Bancomaten und der Verkehr hat sich schätzungsweise verzehnfacht.
Unverändert aber ist das wuslige Treiben in den engen Strassen: Zwischen Strassenküchen, Teashops, Zeitungsverkäufern und Früchtehändlern drängen sich Fussgänger, Velorikschas, Taxis und sonstige Gefährte. Der Verkehrslärm und das stetige Hupen sind kaum auszuhalten. Abends brummen dazu noch die riesigen Benzingeneratoren auf den Trottoirs, die notdürftig Strom liefern (die Stromversorgung ist um einiges besser geworden, trotzdem sind mehrfache, mehrere Minuten andauernde Stromausfälle an der Tagesordnung).

Eine Schönheit ist Yangon nicht gerade. Überall bröckelt, fault und stinkt es. In ihrer Blütezeit, als Burma unter britischer Herrschaft stand, war die Stadt eine wahre Perle des Ostens. Doch der einstige Glanz der Kolonialbauten ist weitgehend verblasst, die Fassaden von unzähligen Monsunregen ausgewaschen. Ihr einstiges Amt als Hauptstadt hat man ihr vor einigen Jahren weggenommen, Regierung und Minister sind landeinwärts in die Retortenstadt Naypyidaw versetzt worden.

5800E41E0815F72050D2893DACCAA43D.jpg

5778C85FC9275EFAC957E6A88CCD9AAC.jpg5777C31DE4BDEE64AC467AFB9CD786ED.jpg
58021A920DBC20D7C5C604199C4109CA.jpg5803659FB6B963EF5E8F4AC8F4952011.jpg
Saint Mary's Cathedral: Die grösste Kirche im Land, entworfen vom niederländischen Architekten Jos Cuypers.

90_5775E7F0D7638A9D7DBC0807400504B2.jpg5776D915FFBE6C2BC0EA996123CAFCD5.jpg
Roben der Mönche zum Trocknen aufgehängt.

90_577BD0F3BD25B353585571ADE4F26213.jpg

577AE271F25D8D6723AA941731E24D31.jpg

5807B41AF8C24338288AF28396F2C210.jpg
Liegender Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagoda; mit 65 m rund 20 m länger als sein Pendant in Bangkok.

5808E2A6905D41DBFBEEF4EAAB4A0938.jpg580A20210F04314DDE303901E5228F05.jpg
Mönche und Nonnen sind allgegenwärtig in Burma.

Auf in den Norden
Nach ein paar Tagen hatten wir genug vom Lärm und sind mit dem Nachtbus zum Inle-See gefahren. Unter der langen, holprigen und kurvenreichen Fahrt leiden besonders die Einheimischen. Vor der Abfahrt werden bereits Plastiktüten verteilt und schon nach kurzer Zeit herrscht im Bus eine nicht besonders appetitliche Geräuschkulisse; um uns herum war die ganze Nacht lautstarkes Röcheln und Würgen zu hören. Morgens um fünf schliesslich kamen wir in Nyaungschwe, dem touristischen Zentrum am Inle-See, an und konnten zum Glück gleich unser Zimmer beziehen, um erst einmal ein wenig Schlaf nachzuholen.

Der Inle-See bildet die Lebensgrundlage für ca. 70'000 Menschen, die von der Fischerei, Landbau und traditionellem Handwerk leben. Viele Stelzendörfer auf und am Wasser umranden den See und auf einer Bootstour kann man diese entdecken. Ein beliebtes Fotosujet sind die Einbeinruderer, die geschickt auf einem Bein auf dem Achtersteven des Bootes balancieren und mit dem anderen Bein das Ruder umklammern, während sie mit den freien Händen die Netze auswerfen und einholen.

577CA5D8A3FBAFD7632116C77E4B1EA9.jpg577DD1849E1C10D91308C7CDDF7AA463.jpg57A7D63CD9DACA2825D66C2AF4783994.jpg57A6D464AAF5A153442386780C093CE5.jpg
57BB5FB00BF74BCEFC369A9A343DA62D.jpg270_57B9163E09BA68B51B5A932E26C43675.jpg
Zu Fuss ist man nur selten unterwegs.

57A1E359026C26571192915357659AD7.jpg57A0FBD8B011F41B675CA07E824DC6B1.jpg5780F728EB3B05BB587A3E35D53A20D4.jpg
Die Shwe-Indein-Pagoda am Ufer des Inle-Sees mit ihren tausenden Stupas.

57B81C4CC7076DDAAD192E315D1E1EC7.jpg

Auf einer Anhöhe am östlichen Seeufer liegt das Weingut "Red Mountain Estate", das günstige Verkostungen des lokal produzierten Weins anbietet. Eine gute Gelegenheit, den Sonnenuntergang und die Sicht auf den See bei einem feinen Glas Sauvignon Blanc zu geniessen.

57BCF505B59328806080F2B81B69B279.jpg
F6614D000AABA2936508B38AF7BB5149.jpg
Elégance toujours!

Mandalay
Die Weiterreise führte uns nach Mandalay, der letzten Hauptstadt des birmanischen Königreiches, welche im gleichnamigen Gedicht des britischen Schriftstellers Rudyard Kipling ("Das Dschungelbuch") verewigt wurde. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Mandalays liegt indes ausserhalb der Stadt: Die U-Bein-Brücke, die mit 1,2 km längste Teakholzbrücke der Welt, welche einen ganzen See überspannt. Um ehrlich zu sein: "Brücke" ist vielleicht etwas übertrieben, "Holzsteg" trifft es schon eher. Aber die Stimmung morgens früh, wenn man sich nach Überqueren der Brücke mit einem Ruderboot zurück ans andere Ufer bringen lässt, hat schon fast etwas Besinnliches.

58DB3B1FB6F5A73174A3198815F7BE30.jpg58DA19E3E7F9260B17E0B0FD4857B448.jpg
58DCB3B7EF26C81EDC893C2D153BF012.jpg

90_58E078A5DDF0EDA62F0B7AF6653BDA11.jpg
Der nahe gelegene Tempel bestach mit seinen Kuriositäten.

58DE76DCC2B9630D5F06CC2792AE0C51.jpg

Das pure Gegenteil dazu ist Inwa: Eine Ansammlung von Dörfern und Weilern, wo man sich per überteuertem Rosskarren herumkutschieren lassen kann, stets in Begleitung von hartnäckigen, jungen Souvenirverkäuferinnen, welche den Besuchern in der Hoffnung auf ein paar Dollar per Velo ständig folgen.

5969A2D7F9E369C5A6A9638B6BA70397.jpg
596A85150FE078EC3192E152CBB75FB2.jpg
596864ECA4A5B078B7ED28476E64BD03.jpg

Tags darauf ging es morgens um vier mit dem Zug weiter nach Hsipaw, nordöstlich von Mandalay. Die nicht enden wollende Fahrt (fast 12 Stunden mehrheitlich im Schritttempo) in einem Zug, dessen Holpern einem jeden Knochen im Körper spüren liess, führte über das Gokhteik-Viadukt, ein Meisterwerk britischer Stahlbaukunst. In schwindelerregender Höhe schaukelt der Zug langsam über die filigrane Konstruktion, die eine 700 Meter breite Schlucht überspannt. Nichts für schwache Nerven!

596CFA9390CA1D3E1D1E0ED12471ABF2.jpg580B386EA86ABA3D8402984150E9D5E2.jpg

Hsipaw gilt als Ausgangspunkt für Trecks in umliegende Bergdörfer, wo viele Minoritäten angesiedelt sind. Auch wir haben uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Landleben im Shan-Staat kennen zu lernen. Gemeinsam mit einem Führer und einer weiteren Treckerin aus Südkorea haben wir uns auf eine zweitägige Wanderung durch hügelige Landschaften, schier endlose Reis- und Maisfelder und dicht bewachsenen Wald begeben.

599A778BD0EBFFE39A6F65392DCA0C9C.jpg5998126FC2E14AA700E878AC87C0DE11.jpg
599FFBAB94EEA0853D1D63726CF325CE.jpg
Auch Tee gedeiht im milden Klima des Shan-Staates bestens.

59A116A7A8613BC728A7D2D003094402.jpg

59B6C286966D72094BBC026D5D96F060.jpg59B5CC7CA315EB4432D98C12F30E1532.jpg
Unser Führer kannte jeden Trampelpfad in der Region - immer nur brav folgen!

Am Ende des ersten Tages übernachteten wir in einem Dorf der Palang bei einer Bauernfamilie, die sich durch das Aufnehmen von Wanderern ein Zubrot verdient. Es war eine recht rustikale Angelegenheit, aber die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft war herzerwärmend. Geschlafen wurde auf dem halb offenen Dachboden (und es wurde frisch abends!), gewaschen am Brunnen hinterm Haus und fürs stille Örtchen ging's mit Stirnlampe hinter den Rossstall, wo ein Wellblechkabäuschen nicht gerade zum langen Verweilen einlud.

59B7B13B0CFEE43B9A490D37114A71A7.jpg59B8BB4F951AD397E32FC94082D36E0D.jpg
Das Nachtlager ist bereit.

59BD0ABCDC621251400AC26AB385AEB9.jpg
Der Nachwuchs trägt Thanaka auf, eine Paste aus Baumrinde, die von burmesischen Frauen als Sonnenschutz und zur Verschönerung verwendet wird.

59BE0619B9BD4916085A230424FA4895.jpg

59BF0844E9FD07251B8CBACB555AB3C7.jpg
Zum Abschied ein Gruppenbild.

Am nächsten Morgen wanderten wir nach einem Rundgang durchs Dorf und einem Besuch im örtlichen Kloster weiter durch Felder und Wiesen, wo gelegentlich bewaffnete Paramilitärs auf Wache daran erinnerten, dass Burma immer noch ein Vielvölkerstaat auf der Suche nach einem Weg zum friedvollen Zusammenleben ist. Unser Guide, selbst zur Hälfte Shan, hat uns diesbezüglich vielerlei Interessantes über Zustände und Missstände in Myanmar zu erzählen gewusst.

59D2423ED36A8645C0EC91ACCF5A5B27.jpg59BADB6FADCF177DA72DE55989AF471F.jpg

Ein kleiner Exkurs zur Innenpolitik: Myanmar ist politisch in sieben Divisionen und sieben Staaten unterteilt. Der Shan-Staat, in dem wir wanderten, ist einer davon. Die Lage in den einzelnen Staaten ist ziemlich komplex. Sie sind halbautonom organisiert. Die Dörfer entlang der Burma-Road zum Beispiel, das heisst des Highways, der sich von Mandalay nordostwärts über Hsipaw und Lashio nach Muse an der chinesischen Grenze schlängelt, zählen zum so genannten "White Territory". Dieses wird durch die burmesische Armee kontrolliert. Daneben gibt es immer noch "black territories", wo Gefechte zwischen der burmesischen Armee und Splittergruppen (z.B. Studentenvereinigungen, Liberation Armies, sonstige Gruppierungen mit separatistischer Gesinnung) fast an der Tagesordnung sind. Diese Gebiete sind "off limits" für Touristen. Grosse Teile des Shan-Staates zählen zum "brown territory". Touristen können sich da relativ sicher bewegen, meistens aber in Begleitung eines Guides. Wer genau das Sagen hat in diesen Gebieten, war uns nicht genau klar und kann sich auch ständig verändern. Im Gebiet, in dem wir uns bewegten, sahen wir sowohl uniformierte, bewaffnete Soldaten der Shan Army wie auch bewaffnete Zivilisten, die durch die Maisfelder streiften oder in Hochsitzen Ausschau hielten. Wir haben es so verstanden, dass die Shan Army eine Art Paramilitär ist, das grosse Gebiete des Shan-Staates kontrolliert. Für Touristen ist die politische Situation nicht direkt gefährlich. Die meisten Attraktionen befinden sich ohnehin in der weissen Zone, und wer sich in der braunen Zone bewegt, macht dies am besten mit einem Guide. [Autor: birdfish]

5996DE10DAC14AEEE4452A58B8E4D6FD.jpg270_59719D520F2702B26DAAF6713BBC271B.jpg
596E2289D03F05DAB7063BAF03D4DB7E.jpg
Nach dem anstrengenden Treck entspannt man sich am besten am (oder im) Fluss oder beim erfrischenden Bad am Fusse eines Wasserfalls.

Nach Hsipaw machten wir auf der Rückreise nach Mandalay kurz Halt in Pyin U Lin, wohin im Sommer jeweils die englischen Kolonialherren flüchteten, wenn die Hitze in Mandalay unerträglich wurde. Und in der Tat, in dieser überschaubaren Kleinstadt herrschen angenehme Temperaturen und die teilweise gut erhaltenen Kolonialbauten laden zu einer Erkundungstour per Motorbike oder Velo ein. Es gibt sicher aufregendere Orte in Myanmar, aber uns hat die Ruhe in diesem beschaulichen Ort sehr gefallen.

59D642AFA2D861952C92BD0D7A64C024.jpg59D76F22F343A27921C229048F8AD157.jpg59D8C955D4410370CE07AD6A8D1F29DC.jpg
Das Candercraig Hotel, von dem Einheimische glauben, es spuke dort.

59D4AE1B03E9884870DCDCB2F7A188F8.jpg59D3586D0718CA4074D3EB5E8B8E3351.jpg
Der nahe gelegene Wasserfall ist ein beliebtes Ausflugsziel für geistliche und weltliche Besucher.

59D9E3CABE04C60786BAAE181F63CCE7.jpg
Nach anfänglichem Zögern getrauten sich die zwei Nonnen und ihre Kolleginnen dann doch, uns um ein Gruppenbild zu bitten.

Nach unserer Stippvisite in Pyin U Lin wurden wir anschliessend im klimatisierten Mini-Van (wir sind schliesslich auch keine zwanzig mehr ...) zurück nach Mandalay chauffiert, von wo aus wir mit dem Schiff dem Irrawaddy entlang nach Bagan tuckerten.

Posted by b.visser 20:37 Archived in Myanmar Tagged golden mandalay land yangon shan hsipaw gohkteik pyin-oo-lwin Comments (0)

Im Südwesten Chinas - Die Provinz Yunnan

sunny 25 °C

Aufgrund unseres knapp bemessenen Zeitplans für China haben wir uns entschieden, die Distanz zwischen der Ostküste und der Provinz Yunnan per Flieger zu überbrücken. Im Endeffekt waren wir aber fast gleich lang unterwegs, wie wenn wir den Bus genommen hätten, denn ein Taifun (in unserem Empfinden eher einfach schlechtes Wetter) hatte zur Folge, dass am ganzen Flughafen in Shanghai Chaos ausgebrochen war. Erst hiess es, der Flug sei gestrichen, und als wir dann nach zwei Stunden Rumsitzen nachfragten, war er schon voll, wir wurden auf einen anderen gebucht, blieben aber am Security Check hängen, sodass wir diesen auch verpassten. So ging das noch eine Weile, bis wir dann auf einen weiteren Flieger mit Zwischenhalt in Anshun gebucht wurden. Mit etwa sieben Stunden Verspätung kamen wir nachts in Kunming an.

Die Stadt Kunming, die Partnerstadt Zürichs und von unserem Reiseführer angepriesen als "likely the most beautiful city in all China", versteckte ihren Charme aber erst einmal. Nachdem wir aber eine Woche in ihr verbracht hatten, da wir auf das Burma-Visum warten mussten, lernten wir die schönen Ecken doch noch kennen. Es war eine Zeit des Energie-Tankens und neu Organisierens.

21E83EB5C814C8CE94F76B5AB4798F71.jpg
21E93A09921F8116D19363049321C2E2.jpg
Besinnliche Ruhe im Yuantong-Tempel.

21EA32DAAABA846EAB5784A9E1311D12.jpg
Green Lake, an dessen Ufer Senioren morgens Tai Chi machen.

21EB8A8EDA0E53FE5923FCE561AC22A9.jpg

229D0CBE9008865FD7DA539EC4797668.jpg
22A0F02C94048CCEBC0F679272B92C1E.jpg
Beliebtes Ausflugsziel am Wochenende: Die Western Hills mit Aussicht auf den Dianchi Lake.

Ab in die Berge
Die nächste Station war Dali, dank dem neuen Highway in unter sechs Stunden von Kunming aus zu erreichen. Bevor der chinesische Binnentourismus vor rund zehn Jahren begann, war Dali wie etwa Vangvieng in Laos ein "backpackers' heaven". Mittlerweile wurde sehr viel investiert in die Stadt, reiche Chinesen kaufen sich Zweitwohnsitze rund um den See und die Stadt wächst stündlich. Allein um unser Guesthouse herum befanden sich drei Baustellen. Die Altstadt ist schön wiederhergestellt, nur leider voll von Souvenirshops und eben Horden von chinesischen Touristen. Unser Besuch fiel auf den Nationalfeiertag (1. Oktober), der Teil der Golden Week ist, in der ALLE Chinesen Urlaub haben. Rund eine halbe Milliarde Chinesen war während dieser Zeit auf Achse; eine gefühlte Million allein in Dali ... Wir versuchten, den Massen zu entkommen, indem wir Velos ausliehen und dem wunderschönen See entlang, durch Dörfer, wo hauptsächlich das Volk der Naxi wohnt, radelten.

F8A74E3EFB689594FFE5E57520EC2D47.jpg
Naxi-Dorf bei Dali

F8A5BA38E1C58FE549E7C89EEB61125B.jpg
Erntezeit

F8A8D82AE67F2D7DE42A9F39665D9412.jpg

Die nächste Station war Lijiang, ebenfalls von Chinesen überrannt, sodass wir die Stadt nur als Sprungbrett benutzten, um zur Tiger Leaping Gorge zu gelangen.

Die Tiger Leaping Gorge (Tigersprung-Schlucht) ist eine der tiefsten Schluchten weltweit. Vom höchsten Gipfel des Jade Dragon Snow Mountain (5596 m), dem Bergmassiv auf der Südseite der Schlucht, bis zum Flussbett hinunter sind es rund 3260 m. Der Jinshan-Fluss, der die Schlucht durchströmt, ist der Hauptzubringer des oberen Jangtze-Flusses. Der Legende zufolge soll ein Tiger an der schmalsten Stelle des Flusses (rund 25 Meter breit) auf der Flucht vor einem Jäger über denselben gesprungen sein. Der Tiger Leaping Stone kann mit dem nötigen Kleingeld (aus dem ganzen Gebiet wird, obwohl man schon 10 Dollar Eintritt bezahlt, kräftig Profit geschlagen) erklommen werden.

F8AA78EFC7398E8724F850AAA0D24A0A.jpgF8AC81070E4553A611E448F376C013DB.jpg
F8AFE50CA6E9A0BB376E5422FD093E4A.jpg
Auf Passhöhe

90_F8B19ED7EDF48861555AF7C6B181B6D7.jpg

Chinesische Touristen werden hauptsächlich an den Fluss runter gekarrt, sodass der obere Pfad, der 15 km durch die Schlucht hindurchführt, ziemlich menschenleer ist. Auch wenn man aus der Schweiz kommt und punkto Bergszenerien hohe Ansprüche hat, so vermag die Schlucht einen doch in ihren Bann zu ziehen; sie ist einfach wunderwunderschön.

Wir sind die Etappe in zwei Tagen gelaufen. Die ganze Wanderung ist perfekt durchorganisiert. Man wird per Bus zum östlichen Ende gebracht, läuft rund sieben Stunden (davon etwa drei an der prallen Mittagssonne den Hang hinauf), übernachtet in einem Weiler - die meisten Westler steigen im Halfway Guesthouse ab - und absolviert am nächsten Tag die letzten zwei Stunden Fussmarsch bis zu Tina's Guesthouse, wo das Gepäck auf einen wartet und man den Bus für die Weiterfahrt zurück nach Lijiang oder Shangri-La besteigen kann.

large_A5C96727B408A3F7F6BFA4DD8F91C300.jpg
Warten auf den Sonnenuntergang mit unseren "fellow trekkers".

Die Hartgesottenen machen sich am zweiten Tag nach Ankunft in Tina's auf den Weg ganz runter zum Flussbett und dem Tiger Leaping Stone. Ich habe mich mit sechs anderen zusammengetan und wir haben den etwa zweistündigen Rundgang unter die Füsse genommen. Der Rückweg ist etwas vom anstrengendsten und wohl auch gefährlichsten, was ich bislang auf Wanderwegen erlebt habe. Der Mount Fuji ist gerade ein Sonntagsspaziergang dagegen. Er dauert zwar nur eine halbe Stunde, dafür führt er praktisch senkrecht den Berg hoch. Unter anderem muss man eine etwa 50 Sprossen lange Leiter erklimmen, die in der Mauer hängt und mit rostigen Drähten irgendwie an diesem Berg befestigt ist... "Not for the faint-hearted", zitiere ich da den Lonely Planet Travel Guide.

F8E2D57BCCCA9798225D95C409FFE9D8.jpg

F8E473B20C54DEE2A14159409446D856.jpg
You'll never walk alone

F8E83F930E631369F6D7BAD4FAE9ED39.jpg
Der besagte Stein, von dem der Tiger gesprungen sein soll.

large_A5C9FAFAC41E02AE6ABDDF9B645D9FAD.jpg
Panorama-Aufnahme beim Flussbecken.

90_F8EABB02CEE63260ECBB4CCC0B65793E.jpg
90_F8ED9E3C0CC48AA12F08270FA89A2677.jpg
90_F8F1F891C10D446A6C69F334C19E447F.jpg

Die Weiterreise führte uns nach Shangri-La, das im tibetischen Vorland auf 3200 m.ü.M. liegt. Hier ist bereits alles auf Tibetisch und Chinesisch angeschrieben und der tibetische Einfluss ist in der Architektur wie auch im Essen spürbar. Statt Rind- gab's jetzt Yakfleisch und dazu tibetschen Buttertee. Wir haben einige Leute kennen gelernt, denen es da nicht gefallen hat. Dieser Meinung können wir uns nicht anschliessen. Verantwortlich dafür, dass wir eine super Zeit da hatten, war sicher unser von einer Tibeterin und einem Belgier geführtes Guesthouse sowie die Bekanntschaft mit einem deutschen Ehepaar aus Hannover, das schon die ganze Welt bereist hat (anno 1976 mit einem Volkswagen Samba unterwegs von Deutschland bis nach Indien) und mit denen wir uns drei Tage über alle Herren Länder austauschten.

F92B5880B675F90FF6FF4DA437ECFFE4.jpg
Gebetsfähnchen flattern im Wind.

F92EC28296FD863223138F5EF14B3A72.jpg
Die Altstadt von Shangri-La.

F93054FDC46C8CD836555B9C8A5B0E30.jpg
Ausgelöste Yakschädel trocknen an der Sonne, bevor sie zu geschmacklosen Souvenirs weiterverarbeitet werden.

F935B5F7A8C7BA6928C646DDF810B99B.jpg

F93A07E3E8C735B221F7B1AA81E3693D.jpg
Songzanlin-Kloster.

F93D8DDED4865C9A3F8D3FC1E2391EAE.jpg
Decken-Mandala.

F9451C610E426E169FDCE69287599077.jpg

F96DC2B2E7C77EA8552C5B8BFC878578.jpg
Blick vom Dach der Hauptgebetshalle auf Shangri-La

F96EFE6CBC8FB9282754FA11374D6A71.jpg
Das Kloster wurde streng bewacht.

Letzte Station in Yunnan war das wunderbar verschlafene Dörfchen Shaxi, wo sich nicht Fuchs und Hase, wohl aber Hühner und Kühe gute Nacht sagen. Wir hatten Glück, denn jeweils am Freitag ist Provinz-Wochenmarkt und das ganze Dorf wir kurzerhand von fliegenden Händlern heimgesucht. Kaufen kann man alles, was das Herz begehrt. Und es ist natürlich der perfekte Ort, um "local people spotting" zu betreiben. ;-)

F97E5012B75AC2FA32AA3E43FD8F68F8.jpgF9832E37EF6607FD87F4DCB28895B4F6.jpgF9850E2F9367D22A2EC6B40F8AEACBD5.jpgF999DFDBFE6FEEF55019B869D4E586C2.jpgF97F94CDBFFD45BF7716CEB27B664A63.jpg
Frittierter Schafskäse, eine lokale Spezialität... und seeehr lecker!

A5D141FD08AB5F8124EBDF9D4CCC04B3.jpg
Die ältere Generation trägt meist noch traditionelle Gewänder.

Am allerletzten richtigen Tag in China organisierte das Guesthouse eine sechsstündige Wanderung ins Shinbaoshan-Gebirge, der wir uns natürlich gerne anschlossen.

F9A118CAFC5AB24942055CE83A030122.jpgF9A3373AAE1DDF5CC65C2D6F876D8BB2.jpgF9A8CCDEA26BF98334682928657E8F5B.jpg

F9AA939EE75CAFAD90F581AA89AFDCFE.jpg
Reis wurde zum Trocknen ausgelegt.

Am nächsten Tag führte uns ein knapp 32-stündiger Monstertrip mit verschiedenen Gefährten - von Minibus über Intercity, Local und Shuttle Bus, Zug, Flugzeug und Taxi - aus der chinesischen Provinz über Kunming nach Yangon, der ehemaligen Hauptstadt Myanmars. Wir blicken auf rund vier Wochen exzellentes Essen, im Allgemeinen freundliche, hilfsbereite Menschen und wunderschöne Landschaften zurück. China - wir werden dich vermissen!

Posted by birdfish 08:54 Archived in China Comments (3)

Peking (Teil 2) und Shanghai

Nach unserem Reisli ins Reich der Kims hat uns Air Koryo sicher nach Peking zurückgebracht. Nach einer Woche konstanter Begleitung fühlte es sich schon fast komisch an, das Guesthouse zu verlassen, ohne schon von Senior, Junior und Mr Kang, dem Fahrer, begrüsst zu werden. Auf einmal musste man sich wieder mit der Pekinger Metro herumschlagen (die Security Checks sind nervtötend...) und wenn der Bauch knurrte, wurde man nicht ins Restaurant gefahren, wo schon das Essen auf einen wartete. Wir waren wieder auf uns gestellt. Aber zu tun und zu lassen, was man will, hat am Ende doch einen höheren Stellenwert.

Am Tag nach unserer Rückkehr machten wir uns auf den Weg zur grossen Mauer. Es gibt verschiedene Abschnitte, die allesamt renoviert sind, und wenn man die Unmengen Chinesen vermeiden will, die sich - die Frauen meist auf Stöckelschuhen - maximal hundert Meter über die Mauer bewegen und dazu hundert Selfies schiessen, muss man auf jeden Fall nicht nach Badaling fahren zu jenem Abschnitt, der am nächsten bei Peking liegt. In Mutianyu, etwa zwei Fahrstunden von Peking weg, kann man, wenn man genug früh da ist, genügend Fotos ohne Menschen machen. Das super nordkoreanische Wetter hatten wir gleich mitgenommen - es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch.

90_21450D7DC591C5BABDE7824FA6A010A1.jpg
270_21A2F7E8086C4C3CC43CBEAC04565DB4.jpg
21A3FF109900258F1B0AAA23507B03EE.jpg
21A509B6A2A0B247D53A641E8749D371.jpg
90_21A6CB16F5776BA3329AC79AA1907567.jpg
21A75C9AE2909645CEC578A07F95397F.jpg

Des Weiteren besichtigten wir noch zwei der wichtigsten Tempel in Peking - den Lama- und den Konfuziustempel. Letzterer gefiel mir besonders wegen der vielen knorrigen Bäume, der menschenleeren Ecken und der Live Performance, welche die Gebräuche der konfuzianischen Kultur szenisch umgesetzt hat.

90_213F9175DC90F83BD372ECCE90BBF7CD.jpg
90_2140876AAB7E7A7CF751B1F2FF052BEB.jpg
ED911744DD94FEB150BD9AE206A7A7BF.jpg

Per Hochgeschwindigkeitszug ging es dann komfortabel in 4.5 Stunden weiter nach Shanghai. Vorbei sind die Zeiten, als man sich unter Umständen zehn Stunden in einem überfüllten Zug die Füsse platt stehen muss. Von Japan kommend, haben wir die Züge natürlich genau unter die Lupe genommen und sind zum Schluss gekommen, dass sie weniger schnell (max. 250 km/h), weniger geräumig und weniger sauber sind (was mitunter auch an den Passagieren liegt, die permanent etwas futtern). Auch das Personal ist weniger freundlich. Aber was solls - man bezahlt dafür auch nur etwa einen Viertel so viel, wie man im Shinkansen bezahlen würde.

Shanghai, mit seinen Shopping Malls und spiegelglasbestückten Gebäuden, brauchte lange, um unser Herz zu gewinnen. Erst als wir uns zu Fuss zwei Stunden auf die Suche nach dem "alten" Shanghai machten, und es auch tatsächlich fanden, hatten wir das Gefühl, dass die Stadt doch so etwas wie eine Seele hat. Eindrücklich war vor allem das Museum zur Stadtentwicklung mit einem riesigen Modell der Stadt, das aufzeigte, wie sich die Stadt von einem Güterumschlagplatz zur Dienstleitungsmetropole gewandelt hat. Mittlerweile ist der ganze Güterverkehr in den Norden, direkt an den Yangtse-Fluss, verschoben worden.

Der Stadtteil Pudong ist gepraegt von Hochhaeusern, die praktisch alle waehrend der letzten fuenfzehn Jahre gebaut wurden.

21A7EB9CC87E6DC9934B5108FE04314C.jpg
90_21ABAB87AD4CA4B95D1C32A497DBE0BA.jpg

Links im Bild der fast fertiggestellte Shanghai Tower; mit 632 m das zweithoechste Gebaeude der Welt.

90_21E38E20A3BF744E62109DA83CA6504C.jpg
21E2A937DFB9DE8AABF38C6B8157C014.jpg
21E484B5C9219DB896BDE678409BC348.jpg

Blick ins Innere des Jinmao-Towers (in dem sich das Grand Hyatt Shanghai befindet).

21A9B122E58FAAB3D7800BC42F3868A4.jpg
21A8BBC7FCD6AE63584E14F08B97AAF3.jpg

Im Stadtteil The Bund finden sich die vielen Gebaeude aus der Zeit der britischen Concession.

Posted by birdfish 00:01 Archived in China Comments (2)

Im Reich der Kims - Teil II

Jenseits von Pjöngjang

sunny 27 °C

On the Road

Nach unserer "Einführung" in Pjöngjang begaben wir uns auf den Weg nach Wonsan, einer Stadt an der Ostküste. Der Weg führte über einen der wenigen Highways, die zwar gross angelegt aber praktisch frei von Verkehr sind. Dafür passierten wir links und rechts laufend stehen gebliebene Busse und Lastwägen und viele Menschen, die einfach nur zu Fuss oder mit dem Ochsenkarren von irgendwo nach nirgendwo unterwegs waren. Ein Zeichen dafür, dass der in den Nachkriegsjahren angestrebte Wohlstand nie Wirklichkeit wurde - die Autobahnen bleiben bis heute leer ...

7ADE86C1D89D6CDA01568110C16F3ABC.jpg
Auf dem Highway ist nicht gerade die Hölle los.

7B2189A3AFE71EF47322070F28761A97.jpg
7B22D143A3588CDD60D00B6B048E14C5.jpg

Nach drei holprigen Stunden und unzähligen Schlaglöchern kamen wir an einem Ort an, der auch in den Schweizer Boulevardmedien für Schmunzeln sorgte: im Masik Ski Resort. Dort steht seit kurzem ein Luxushotel im Chalet-Stil der dekadenteren Sorte, daneben warten einige kurze Pisten darauf, im Winter von Schneekanonen berieselt zu werden. Man erinnert sich: Kim III. bestellte in der Schweiz einen Sessellift, der ihm jedoch zu seinem Ärger verweigert wurde. Das Hotel dient derzeit wohl als Vorzeigeobjekt, um Touristen zu zeigen, wie gut es dem Land eigentlich geht.

7ADFBAD5FF0A9E5B63410D65B605C658.jpg7AE22DFFCAC64E44C4A6F8437E961BC3.jpg
Rund 300 Betten zählt das Hotel. Wir waren an jenem Abend jedoch die einzigen Gäste.

7AE4011DDFD840D9E8DD25A78DB71447.jpg
Im Hintergrund die schneefreie Piste.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir in Wonsan ein Kinderferienlager. Eigentlich hatten wir den Wunsch geäussert, eine Schule zu besuchen, aber darauf wurde nicht näher eingegangen.
Die Ferienanlage, die u.a. ein Hallenbad, Sportplätze, einen Wasserpark und sogar ein Aquarium umfasst, wurde auf Anordnung Kims III. frisch renoviert und man verlieh ihr gerade noch den letzten Schliff, bevor die nächsten kleinen Gäste anreisen würden. Die Anlage steht sogar "internationalen" Gästen offen; zu diesem Zweck ist alles auch auf Chinesisch und Russisch angeschrieben. Auf unsere Bemerkung hin, die Anlage sei ohne anwesende Kinder etwas leblos, meinte Senior stolz, wir seien eben VIP-Gäste und dürften das Lager ausnahmsweise schon vor seiner Neueröffnung besichtigen.

7999976F9DA50C615C7E4D420AF15567.jpg
Die Bettchen sind bereits gemacht.

Anschliessend fuhren wir an den Strand, wo uns gezeigt wurde, dass auch in Nordkorea einem Badeplausch nichts im Wege steht!

7AE526E8F4AB4F2CAC172694FE1FBCE1.jpg
In Rimini ist sicher mehr los ...

Am Nachmittag führte uns die Fahrt ins Kumgang-Gebirge, wo für den nächsten Tag ein "Hike" zu einem Wasserfall geplant war. Der Wasserfall fiel aufgrund der Jahreszeit etwas dürftig aus und der Hike dorthin war eher ein Spaziergang. Als Entschädigung haben wir dafür unterwegs zwei nette Herren kennen gelernt, O. aus der Schweiz und T. aus Deutschland, mit denen wir uns auf dem Rückweg und beim gemeinsamen Mittagessen zu viert bestens unterhalten haben. Nach einigen Tagen in Nordkorea unter ständiger Aufsicht der Guides tat dieser Gedankenaustausch allen sichtlich gut! Danke übrigens den beiden für den offerierten Wein :)

79BE124C9A01220D4E74D3242B3852D7.jpg
Wir wähnten uns zunächst im Verzasca-Tal.

90_79C3BE55E06256515EFEABC296C819E8.jpg
79C65163FF69FC731F9EEAE8950AF58C.jpg
270_79C22C48DA0D8506A89A7C05D0E58C0C.jpg
79C79DACAB957DD965B6589CC7908EC7.jpg
79C8E21DE405AA088A744C908649D292.jpg
Während des Aufstiegs und auf dem Gipfel boten sich uns knorrige Landschaften und eine schöne Aussicht.

Ein weiterer Höhepunkt einer Nordkoreareise ist natürlich ein Besuch der entmilitarisierten Zone in der Nähe von Kaesong. Dabei handelt es sich um einen drei Kilometer breiten Landstreifen entlang des 38. Breitengrads, der de facto die Grenze zwischen Norden und Süden bildet. In der militärischen Siedlung Panmunjeong, der gemeinsamen Sicherheitszone, stehen jene Baracken, in denen die Waffenstillstandsverhandlungen stattgefunden haben und die Amerikaner bei der Kapitulation auf den Knien um Gnade gefleht haben sollen.
Quer durch das Hauptquartier verläuft die eigentliche Demarkationslinie, auf der nord- und südkoreanische Soldaten sich finster dreinblickend gegenüberstehen.

79D727C9AC7C3FC4F084466416E05F5C.jpg
Die Besucher lauschen mehr oder weniger beeindruckt den Erklärungen.

79D8173CF792312BA528C1DDF7607415.jpg
Ein Exemplar des Waffenstillstandsabkommens.

79D9E404B6A8C175A69CB65EAA175773.jpg
Blick auf das südkoreanische Hauptquartier. In den blauen Hütten fanden Verhandlungen zwischen beiden Parteien statt. Die mittlere Baracke ist Besuchern von beiden Seiten abwechselnd zugänglich. Wenn man das Innere der Baracke durchschreitet, befindet man sich auf südkoreanischem Boden. Seoul liegt gerade mal 70 km weit entfernt!

7B04B59EED3DB4738CA8CF6B4B6B71A4.jpg
Ausnahmsweise war es erlaubt, sich mit den uniformierten Genossen fotografieren zu lassen. Wirklich zu Spässen aufgelegt waren diese aber nicht ...

Zurück in Kaesong war es Zeit für ein wenig koreanische Geschichte, die sich vor 1912, dem Geburtsjahr Kim Il-Sungs und dem Jahr Null der modernen koreanischen Geschichtsschreibung, zugetragen hat. Wir besuchten eine ehemalige konfuzianische Studienstätte sowie das Grabmal eines bedeutenden Königs der Koryo-Dynastie. Die grünbewachsenen Grabhügel waren uns ja bereits von Südkorea her bekannt.

7B17C05BC97BD3021FD2B4CE3A9D3311.jpg
Historische Stätten bieten sich als Hintergrund für Hochzeitsfotos geradezu an.

90_79DB6673D4614E14B2E0F4977A8893E7.jpg
79DCBF270D7F96104DF249C7F468327B.jpg79DE2278BF9D705A07BB9258F01F77F7.jpg

79E0D60D9D21D8BEC8FEC5E65D208377.jpg
Über den Dächern von Kaesongs Altstadt ...

79DF43C4EFD6B0C68D66D7C3FC4D80F4.jpg
... wacht Genosse Kim I.

An unserem letzten Tag stand ein Besuch des Museums für US-amerikanische Kriegsgräueltaten auf dem Programm. Hier wurde gezeigt, auf welch vielfältige und grauenvolle Weise die Amerikaner die koreanische Bevölkerung gefoltert und getötet haben sollen. Was stimmt und was nicht, wird man wohl nie erfahren. Die Tötungen und Kriegsverbrechen konnten nie von unabhängigen Stellen untersucht werden.

90_79F3F503D2178EC4404815733629B0A7.jpg
Explizite Schautafeln veranschaulichen die Gräueltaten.

270_79F56C7EF8568A24D3B544055E6C0BBD.jpg
Der ideologische Kampf geht weiter!

79F689C4ECFE3A7A897BDE5AA14E6E39.jpg
Dieser Mann ist einer der wenigen Überlebenden eines Vorfalls, bei dem mehrere Hundert Kinder und Frauen getötet wurden. Die Amerikaner sollen zwei Munitionsdepots, in denen sich die Opfer versteckt hielten, in Brand gesteckt haben. Heute erzählt er den Besuchern seine bewegende Geschichte.

Hiermit war unsere kurze Reise durch Nordkorea zu Ende und wir machten uns auf den Rückweg nach Pjöngjang, wo wir uns beim letzten Abendessen von unseren Betreuern verabschiedeten, bevor wir tags darauf wohlbehalten nach Peking zurückkehrten.

Unsere Tupolev 204-100 vor dem Abflug in Pjöngjang. Sowjetische Ingenieurskunst vom Feinsten!

Unsere Tupolev 204-100 vor dem Abflug in Pjöngjang. Sowjetische Ingenieurskunst vom Feinsten!


Sicher gelandet in Peking.

Sicher gelandet in Peking.

Weitere Eindrücke

7B1F20C598350EB9540A9AFDE07A9F07.jpg
Der Verkehr ist grösstenteils unmotorisiert.

7B1A9030EB5F31FC6BB9AA11B751478D.jpg
Entlang den Strassen werden Maiskörner zum Trocknen ausgelegt.

7B0250CBBF6E1F822348CEE213AF2F5C.jpg

7B0121F7F7612487D122EA6685C11258.jpg
Es fährt ein Zug nach nirgendwo: Die Bahnstrecke, die Pjöngjang mit Seoul verbindet, wird wohl noch lange unbefahren bleiben.

799ED21DFC4901D3FC1B342E50CA80CF.jpg
79D5143AC5563E8699081647AADCDB63.jpg
Die gesamte Küste wird von Stacheldrahtzäunen gesäumt, damit keiner davonschwimmt.

90_799CED19A9BB8E6FB1DF85EC35A89DC3.jpg
90_79989DFBA21E17D3B03AE64C848ADB46.jpg
Kommerzielle Werbeplakate sucht man in Nordkorea vergebens.

7B1CA8A60A82258888366FC3D5A91743.jpg
Erntezeit: Überall stapelt sich der Mais, der später zu Farmkooperativen gebracht wird.

79FA0012BD49AF50F0DB4E09018365C8.jpg

79E1DEB694B25C86CA1A8885C926065E.jpg
Strassenszene in Kaesong.

799DE4D2E695EDB80C6455A34F06976A.jpg
Tête-à-Tête am Hafen von Wonsan

79BA833CC96C6CB5D6A8AB9A33097505.jpg
79A0A47AA79EB5C218A2B075C2FBEDC2.jpg
So idyllisch kann Nordkorea sein: Samil-Lagune im Kumgang-Gebirge.

79A1F3BECA8021B070705C1F371CE14E.jpg
79BBC72DCE7A047BD2BB2CE1113C08E1.jpg
Am Ende unseres Spaziergangs werden wir bereits wieder von Senior und dem Fahrer erwartet.

7B06D4F790870974070BE67B2A6A9E04.jpg7B07FF99A7BE7831FFC44BF0DC609BC5.jpg
Für unser leibliches Wohl war stets gesorgt.

7AFCC8A9F75A52BD3235662CBA9DF037.jpg
7AE665CCC75913E2C865C8DA70390D2C.jpg
Fangfrisches Meeresgetier (Ich schwöre, der aufgeschnittene Fisch hat sich noch bewegt!).

7AFFB767FF11A6D8FB53E450BE0B1134.jpg
Hotellobbys sind Geschmackssache.

7AFE2227BA2697029BC215542F8C6252.jpg
Fototapete war gestern!

Posted by b.visser 04:58 Archived in North Korea Comments (2)

Im Reich der Kims

Ein Abstecher nach Nordkorea - Teil I

sunny 27 °C

Hinweis: Der folgende Eintrag ist sehr ausführlich, da ich ein wenig Kontext zu dieser wohl aussergewöhnlichsten Destination unserer Reise geben möchte.

large_7B3092C59FDF9969E413FA884893B93B.jpg

In der zweiten Septemberwoche unternahmen wir von Peking aus eine sechstägige Reise in die Demokratische Volksrepublik Korea, wie Nordkorea offiziell heisst. Nordkorea ist eines der abgeschottetsten und unbekanntesten Länder unserer Welt und umso mehr mag es erstaunen, dass es Touristen überhaupt möglich ist, das Land zu bereisen.
Die Reise dorthin ist nur im Rahmen einer geführten Tour erlaubt. Verschiedene Anbieter im Ausland dienen als Vermittler, wir haben uns für einen Operator in Peking unter britischer Leitung entschieden. Dieser übernahm alle Formalitäten, organisierte die Visa und die Flüge und nach einem vorgängigen Instruktionstreffen konnten wir am 9. September unseren Flug mit der nationalen Flugline Air Koryo in die Hauptstadt Pjöngjang antreten. Dort angekommen, wurden wir nach sorgfältiger Inspektion unserer Mobiltelefone, iPad usw. von unseren beiden Betreuern in Empfang genommen, die uns die kommenden Tage praktisch rund um die Uhr begleiten würden. Die beiden, nennen wir sie "Senior" und "Junior", waren uns auf Anhieb sympathisch, was erheblich zu einem angenehmen Aufenthalt in Nordkorea beitrug.

Nordkorea ist übrigens ein äusserst sicheres Reiseland - die "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" stellt sicher, dass alles wie am Schnürchen läuft.

Unsere Beweggründe
Darüber, ob eine Reise in ein Land, das mit eiserner Faust regiert wird, wo die Bevölkerung in bitterer Armut darbt und ein Führerkult zelebriert wird, der seinesgleichen sucht, moralisch vertretbar ist, kann man streiten. Wir und viele weitere Besucher sind jedoch der Meinung, dass der wenige Kontakt zur Aussenwelt, den Einheimische im Austausch mit Touristen erhalten, vielleicht langfristig dazu beitragen kann, Ressentiments und Vorurteile gegenüber dem Westen abzubauen und zu zeigen, dass auch von aussen ein genuines Interesse an Land, Leute und Kultur besteht.
Wer jedoch hitzige politische Diskussionen mit Einheimischen erwartet oder es als seine Mission betrachtet, vor Ort Kritik am Regime zu üben, ist eindeutig fehl am Platz. Man muss akzeptieren, dass die Geschichte, die einem aufgetischt wird, sehr einseitig (und häufig schlichtweg falsch) ist. Mit der Zeit wird man sich aber bewusst, dass jede Geschichte zwei Perspektiven hat. Eine davon haben wir näher kennengelernt.

Pomp und Gloria in Pjöngjang
Zu Beginn unserer Reise wurde uns in den ersten beiden Tagen der ganze sozialistische Bombast vorgeführt, um den kein Tourist herumkommt. Morgens früh ging es zum Mansudae Grand Monument, das aus zwei riesigen Statuen von Kim I. und Kim II. besteht, zu deren Füssen wir Blumen hinlegen und uns verbeugen "durften" - damit respektiert man einfach die lokalen Gepflogenheiten und es ist nichts anderes, als wenn man vor dem Betreten eines buddhistischen Tempels die Schuhe auszieht oder wenn die Frauen beim Betreten einer Moschee das Haupt bedecken.

790D1985E0D87B4733AF452612E0DEF1.jpg
790E0B6A9700AD2EFDD430173CBDE049.jpg
Heroische Standbilder flankieren den Platz.

7946D5DDF3D7BB4BC746BAB30A9F65D9.jpg
"Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt ...", hiess es ja schon zu DDR-Zeiten.

Weiter gings zum Victorious Fatherland Liberation War Museum, in dem mit zahlreichen Dioramen, Schaubildern und einem schwer anti-amerikanischem Propagandafilm der Koreakrieg und die raffinierten Tricks und Strategien der Guerrillakämpfer unter Kim I. aufgezeigt werden. Der ganze Stolz sind einige abgeschossene Bomber, Panzer und ein gekapertes US-Aufklärungsschiff, die im Aussenbereich ihren letzten Standplatz gefunden haben.

794B1556D4680A89201E7487FA59B56C.jpg
Senior (l.) und Junior (r.) zeigen den Weg durch die "Schützengräben" des Museums.

794C146CAF508BB4EDBFCA89FF726CE9.jpg
Diese freundliche Dame kommentierte detailreich unseren Rundgang durchs Museum.

Nach so vielen Heldentaten Kims I. wurde es Zeit, uns anzusehen, wo der Grosse Führer das Licht der Welt erblickte. Dazu fuhren wir vor die Stadt, wo auf einem Hügel ein bescheidenes Bauernhaus von seiner ebenso bescheidenen Herkunft zeugen soll. Das ganze sah jedoch aus, als wäre es lange nach 1912, seinem Geburtsjahr, aufgestellt worden ...

794D9573ED610A89B59BE399B3733287.jpg

Nach einem opulenten Mittagessen besuchten wir das Party Foundation Monument (selbsterklärend). Bemerkenswert am offiziellen Parteiwappen ist, dass nebst dem bekannten Hammer und der Sichel noch ein Pinsel abgebildet ist - dieser steht für die Intellektuellen, die laut Ideologie ebenso wie Arbeiter und Bauern zum Wohl der Gesellschaft beitragen sollen.

90_795B0C46B5E6B1C9C4036857495554A3.jpg90_795BE3F4074A7CA42E04FD04CE7DF6BB.jpg795E022BA34E5996432E30ABCD608F39.jpg
Das Monument, kunstvoll festgehalten als Ölgemälde.

Weiter gings zum 172 m hohen Juche-Tower, von dem sich ein wunderbarer Ausblick über die Stadt bot. "Juche" heisst übrigens die Philosophie, die Kim I. erfunden und zur Staatsideologie gemacht hat. Ihre Grundpfeiler sind politische Souveränität, wirtschaftliche Selbstversorgung und militärische Eigenständigkeit.

90_7962CABDB941B287C40DF660CE9DF3D1.jpg90_7963EA52C381DF21AA09EDE5B05D86A4.jpg

79620783BFC660276F0C0443E0A0F904.jpg796101D8A91E38EE9F6D62964089D576.jpg
Blick vom Turm auf Pjöngjang.

795FD542C4D6F82AE3A8EFDD6C3AFA4C.jpg
So wohnt man in Pjöngjang.

Nächster Halt war die Grosse Studienhalle des Volkes, eine riesige Bibliothek mit angeblich Millionen von Büchern, die jedem koreanischen Bürger kostenlos offensteht. Es werden auch Vorlesungen gehalten, Fremdsprachen gelehrt und es gibt sogar "Internet" (die nette Bibliothekarin meinte voller Stolz, sie hätten gar 40 "Internet"!? - Bitte die Kommentarfunktion benutzen, wer weiss, wie der Plural von "Internet" lautet: Internets oder gar Internette?).

790AE7CCC3F685A10EC2C3D06AD9ED64.jpg90_79654FBBA9BDD05C6DB82C6BA5D05C7E.jpg
Im Eingangsbereich der Studienhalle wird man vom Ewigen Präsidenten Kim Il-Sung begrüsst.

79668F8DA818078D3140784E3D29BEE2.jpg
Studierende beim Fremdsprachenbüffeln.

Am Ende des ersten Tages besuchten wir noch den Children's Palace, wo Kinder jeden Alters ausserschulisch Kunsthandwerk, Musik, Tanz, Sport usw. lernen und betreiben können. In einem Land ohne Facebook, iPads oder Computer-Games haben Kinder eben noch richtige Hobbys. Am Schluss wurden die Besucher mit einer perfekt einstudierten Darbietung belohnt, in der die Kinder voller Stolz ihr ganzes Können demonstrierten.

796793C7EF65EDA6923F0DB35C16F2BE.jpg
Jeder fängt mal klein an ...

797784530958CAF723A0F3517D9F875C.jpg
79788EF294E362A51E6AF7C5C3392B4C.jpg

Audienz beim Grossen Führer

797C1B96D5D8EE678818756A0EDA3B1E.jpg

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Höhepunkt eines jeden Besuchs in Pjöngjang: dem Kumsusan Sun Memorial Palace. Einst das Parlament, in dem Kim I. schaltete und waltete, wurde es nach seinem Tod 1994 in ein Mausoleum umgewandelt, wo der Ewige Präsident ähnlich wie seine ideologischen Genossen Lenin, Mao und Ho Chi Minh heute noch ehrenvoll aufgebahrt liegt. 2011 wurde Kim II. nach seinem Ableben in einem separaten Trakt hinzugefügt. Nach einer endlosen Fahrt auf Rollbändern (wie im Flughafen) an unzähligen Portraits vorbei, begleitet von Trauermusik, und Durchqueren einer Schuhputzanlage und einer Entstaubungsschleuse gelangt man in den abgedunkelten Saal, in dessen Mitte der Grosse Führer in einem Kristallsarg, zugedeckt mit der Parteiflagge, liegt. Eine Prozession von Besuchern schlängelte sich andächtig um den Leichnam, drei Mal musste man sich dabei verbeugen. Anschliessend wurden die Besucher in weitere Räume geführt, wo Auszeichnungen, Medaillen, die Staatskarrosse und sein persönlicher Zugwaggon gezeigt wurden. Anschliessend dann das gleiche Programm von vorne, diesmal beim Sohnemann Kim Jong-Il. Nach so viel Andacht tat ein Spaziergang in der weitläufigen Gartenanlage richtig gut.

797AD303E649312F4D98BF0B4A377331.jpg
Besucherinnen kleiden sich für den Besuch dieser heiligen Stätte in traditionelle Gewänder.

Ach ja: Zum erwarteten Respekt vor den Führern gehört eine anständige Garderobe und für die Männer bedeutet das Hemd und Krawatte, was jeder anständige Backpacker schliesslich stets dabei hat. In weiser Voraussicht habe ich mich auf dem Textilmarkt in Seoul rechtzeitig ausgestattet :)

797D03F4F5478392013AB25D925D0D72.jpg

Zum Verschnaufen fuhren wir anschliessend zur Stadt hinaus auf einen nahegelegenen Berg, von dem sich nach einem kurzen Aufstieg eine schöne Aussicht über Pjöngjang und das Umland bot. Unsere beiden Führer hatten sich den Nachmittag wohl etwas weniger schweisstreibend ausgemalt, aber sie blieben bei guter Laune :)

7982D406D335396ED3A9C486E4DD79F8.jpg

Zurück in der Stadt durften wir die berühmt-berüchtigte U-Bahn besuchen und sogar eine (!) Station weit mitfahren (obwohl eigentlich fünf angekündigt waren). Um dieses Bauwerk ranken sich viele Mythen: Manche behaupten, es gebe gar kein U-Bahnnetz, sondern nur zwei Stationen mit Statisten, die den Touristen etwas vorgaukeln sollen. Viel wahrscheinlicher ist, dass einige der gerade mal 17 Stationen nicht in Betrieb sind, weil der Strom chronisch knapp und der Unterhalt teuer ist. Fakt ist jedenfalls, dass das Rollmaterial aus ausgemusterten Wagen der Berliner U-Bahn besteht. Der Prunk der beiden besichtigten Stationen erinnerte jedenfalls an das Moskauer Vorbild.

799621BCDCA75C1C781AFEAD86E07D73.jpg7997525D024CFFDBA3F70688ADC2DF65.jpg7983D8A704BC5612DEF672F80D911D61.jpg
Das bescheidene U-Bahnnetz.

79797DCDECDC3D106EC9563E6A0E87E6.jpg
An jeder Strassenkreuzung anzutreffen: Pjöngjangs kesse Politessen.

7ADD3CACF112E06334EAD5B0CCD62960.jpg
Der Triumphbogen zu Ehren Kim Il-Sungs erster Ansprache zum Volk - ganze 3 Meter höher als sein Pariser Vorbild.

7B23D721BCF7DE221D49BEBB4D70A086.jpg
Das Wiedervereinigungsmonument: Je eine der Frauen steht für eine Landeshälfte.

7B24B8D40DE615D67EA2F98CCCB2E6E8.jpg7B318376B49DBF9750BCD82B76421563.jpg
Blick vom Kim-Il-Sung-Platz über den Fluss zum Juche-Turm.

7B33E56CC274906A9C799FED92EF2E18.jpg

7ADC5C9F042673787493AC97F8AC7B99.jpg
Abendstimmung in Pjöngjang, gesehen von unserem Hotelzimmer aus im 34. Stock.

90_794E93FDAFAEE74480E207C755559E84.jpg
Das Ryugyong Hotel. Der Schein trügt: Fast zwei Jahrzehnte lang verunstaltete der nackte Rohbau das Stadtbild, da sich die Investoren zurückgezogen hatten. Erst kürzlich wurde die Fassade verkleidet, dahinter steht der Koloss jedoch immer noch leer.

7949AE69BDF8DF635CF83471D44FD212.jpg
Besuch im "Foreigners Bookshop", wo wir uns mit den gesammelten Werken der Kims hätten eindecken können.

7908FF86AB3D503CA71A031872841B2E.jpg
Festlich gekleidet huldigen die Pjöngjangerinnen am Nationalfeiertag (9. September) dem Grossen Führer.

7B3609A9A42380B174066D15A994D64C.jpg
Schulkinder ziehen nach Schulschluss singend durch die Strassen.

7B377CACA93C94EBE4BAC015F2D2CE95.jpg
Ein Jugendorchester gibt Marschmusik zum Besten.

Posted by b.visser 03:55 Archived in North Korea Tagged kim dprk pyongyang il-sung jong-il Comments (1)

(Entries 41 - 45 of 62) « Page .. 4 5 6 7 8 [9] 10 11 12 13 »