A Travellerspoint blog

Von Spraydosenkunst und Goldschätzen

In Santa Fe de Bogotá

sunny 23 °C

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Zurück in der Zivilisation nach zehn Tagen wildem Norden fühlten wir den Karibik-Groove noch nachhallen. Irgendwie waren unsere Bewegungen langsamer als sonst und auch der Geist schien sich dem gemütlichen Rhythmus der Wellen angepasst zu haben und sich nicht mehr mitreissen lassen zu wollen. Wahnsinnig viel haben wir in den drei Tagen in der Hauptstadt Kolumbiens nicht unternommen ausser Alt- und Neubekannte getroffen, auf der autofreien Siebten flaniert, eine Street-Art-Tour besucht und uns im besten Museum Südamerikas vertan. Und das ist ja auch schon was!

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Die Street-Art-Tour war zwar bei weitem weniger ausführlich und interessant wie in Buenos Aires, aber wir erfuhren trotzdem einiges Neues zu den Künstlern, die in dieser Stadt am Werk sind. Die drei am häufigsten auftretenden Themen sind die Biodiversität Kolumbiens (eine der höchsten der Erde), die indigene Bevölkerung sowie der anhaltende Konflikt zwischen der FARC, den Paramilitärs und den Regierungstruppen.

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"Nadie gana" - keiner gewinnt bei der bewaffneten Auseinandersetzung.

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Die Plaza de Bolívar (keine südamerikanische Stadt kommt ohne den allgegenwärtigen Freiheitshelden aus!) wird von der Kathedrale und dem Obersten Gerichtshof flankiert. Leider ist der Platz gerade im Umbau.

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Der Palacio Nariño, die Residenz des Präsidenten Juan Manuel Santos, wird natürlich streng bewacht.

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Der Stadtteil Candelaria ist Gringolandia, d.h. aufgrund der relativen Sicherheit für Touristen attraktiv, und bietet den Besuchern kleine, gepflasterte Gässchen, Restaurants und Bars sowie eine Handvoll Souvenirläden. Das Herz Candelarias ist die Plazoleta del Chorro de Quevedo, wo tagsüber Livebands spielen und sich Einheimische sowie Auswärtige gerne niederlassen, um dem Geschehen zuzusehen.

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Eine der eindrücklichsten Kirchen, die wir bislang in Südamerika besucht haben, ist die reich geschmückte Iglesia de Santa Clara im Stadtzentrum.

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In Medellín hatten wir keine Zeit, das Museum des ortsansässigen Künstlers Botero zu besuchen. Dies holten wir aber in Bogotá im sehr empfehlenswerten Botero-Museum nach, das freien Eintritt gewährt.

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Anders proportioniert, weist diese Dame jedoch schon gewisse Ähnlichkeiten mit dem Original von Da Vinci auf.

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In Polynesien wurde uns von einer Kolumbianerin empfohlen: "Macht, was ihr wollt, in Bogotá, aber besucht das Goldmuseum, das Museo de Oro." Wie Recht sie doch hatte! Und gäbe es nur etwas, was man sich im ganzen Land ansehen sollte, dann das eindrückliche, wundervolle, berauschende, verzaubernde Goldmuseum. Wie oft haben wir uns im letzten Jahr durch staubige Ausstellungen gekämpft mit hunderten von Schau- und vor allem Texttafeln in Schriftgrösse 12, deren Lektüre jeweils mindestens einen Halbtag erfordern würde. Aber so kommt das Goldmuseum nicht daher!

Klein gehalten, entspricht es etwa einer halben Abteilung des Metropolitan Museum of Art in New York und es ist auch mit der gleichen Sorgfalt und der gleich ausgeklügelten Balance zwischen Informationsvermittlung und Hervorhebung ästhetischer Qualitäten ausgestattet. Man lernt zwar einiges über die Goldschmiedekunst, aber was das Museum wirklich vermitteln will, ist die Freude, die es dem Besucher bereitet, diese kunstvoll angefertigten Artefakte zu bestaunen. Man merkt's: Ich war total begeistert! Und dies, obwohl wir uns durch Horden Einheimische drängen mussten, denn es war Wochenende und das Museum ist auch bei (Gross-)Familien sehr beliebt.

Und mit den folgenden Bildern verabschieden wir uns von Kolumbien, diesem wunderbaren Land mit seinen freundlichen Einwohnern. Und nicht vergessen, die Bilder sind bloss ein fades Abbild dessen, was man im Museum wirklich erleben kann bei der direkten Begegnung mit diesen faszinierenden funkelnden Objekten, die zum Glück der Menschheit bis in alle Ewigkeit erhalten bleiben werden.

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Die folgenden beiden Fotos sind in einem Multimedia-Raum aufgenommen, die den Höhepunkt und Abschluss der Ausstellung bilden. Hochkarätig! ;-)

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Posted by birdfish 15:37 Archived in Colombia Tagged bogota street_art botero goldmuseum museo_de_oro

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Comments

Hochkarätig auch dein Bericht! Ist das auch alles "Gold" was glänzt? ;-)

by Ewald

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